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STURM – Teil II / Leseprobe

Veröffentlicht: 17. August 2013 in STURM
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Dass die Frau mir folgt merke ich erst nach einer ganzen Weile, denke mir aber nichts dabei und kämpfe mich weiter gegen den Wind und der Hunger wird immer stärker. Sie überholt mich an der nächsten Ecke und blickt mir kurz ins Gesicht, ganz kurz nur, und hastet weiter und ich fühle mich plötzlich einsam und ich rufe ihr nach, ob sie Hunger hat, und sie bleibt stehen, dreht sich sehr langsam um und sagt einfach nur: »Ja.«
Wir sprechen nichts und gehen auf ein Lokal zu, das nett aussieht und ganz hell erleuchtet wie eine Insel ist, und setzen uns ganz hinten in eine Ecke und starren uns an. Sie hat eine Jacke an, die sie anlässt, weil ihre Bluse noch immer rot durchtränkt ist vom Wein, und sie ist unglaublich hübsch und im Kerzenlicht wirkt ihr Gesicht nicht mehr hart, sondern weich und zart, und ihre Haut ist gebräunt und gesund und ihr schwarzes Haar umfließt ihr Gesicht.
Der Wirt grillt uns verschiedenen Fisch und Gemüse und bringt eine Karaffe Wein, der so kalt ist, dass das Glas sofort beschlägt von der Wärme im Lokal, und ich sehe, dass eine Schweißperle von ihrer Schläfe rinnt, ganz langsam, und eine feuchte Spur in den ganz feinen Härchen hinterlässt, genau so wie das Wasser auf der Karaffe, das kondensiert, ist und sich genauso langsam einen Weg an dem kühlen Glas entlang bahnt, und sie lächelt etwas schief und zieht die Jacke aus und sitzt da mit der weingetränkten Bluse und entschuldigt sich kurz.
Ich trinke viel Wein und genieße den Fisch und der Wirt bringt Langusten und andere Sachen und ich esse endlich.
Sie hat versucht, den Rotwein auszuwaschen, und jetzt ist die Farbe der Bluse rosé und nicht mehr dunkelrot und ganz nass, und sie hat ihren BH ausgezogen darunter, der wohl auch feucht war, und die Bluse ist fast durchsichtig und ihr Busen zeichnet sich ab und ihre Brustwarzen sind ganz steif und erinnern mich an meinen Traum, und mir wird etwas schwindlig und ich trinke noch mehr Wein.
Wir reden und lachen und sie steckt mir ab und zu etwas von ihrem Teller in den Mund und ich ebenso in ihren und ihre Zunge kommt immer ganz kurz zwischen den Lippen hervor und ich wünschte, ich wäre das Stück Fisch, das von diesen Lippen genommen wird und diese Zunge spüren darf, und verliere mich in ihren Augen.
In meinem Haus sieht sie sich um und riecht an ihrer Bluse und verzieht das Gesicht, weil der Wein langsam stinkt, und sie zieht die Bluse aus, und ihre Brustwarzen sind ganz hart und steil aufgerichtet, und sie lässt auch den Rock fallen und ich schließe die Augen, als ich sie auf die Couch ziehe.
Sie küsst mich und ihre Zunge ist in meinem Mund und sie murmelt dabei etwas, was ich nicht verstehe und mich auch nicht interessiert, weil ich versuche, an ihrem Slip vorbei, in sie einzudringen, und ich stoße und stochere, und plötzlich stecke ich ganz tief in ihr, weil sie so nass ist, und sie stöhnt und drückt sich an mich und ihre Wangen werden ganz rot, als sie kommt und mich noch fester an sich zieht, so dass ich keine andere Möglichkeit habe, als alles in sie reinzuspritzen, und es hört gar nicht mehr auf, und als ich schließlich nicht mehr kann, lehne ich mich zurück und mein Körper zuckt und ich muss lachen, was sie, wie jede Frau, nicht versteht, weil sie denkt, ich lache sie aus, dabei lache ich einfach, weil es so schön war und ich so gelöst bin.

STURM erscheint 2016 als Roman. Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

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