Mit ‘Diva Italiana’ getaggte Beiträge

Gewinne einen kindle fire und signierte Bücher! Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse. Nachdem jetzt wieder etwas Ruhe einkehrt, verlose ich zur Auflockerung einen brandneuen kindle fire. Platz zwei und drei erhalten eines meiner Bücher mit einer persönlichen Signatur.

Und so nimmst Du teil:

Du kannst in jedem Netzwerk Teilnehmen, mehrfache Teilnahme erhöht natürlich Deine Gewinnchancen:

instagram: Abonniere mich und schreibe mir in den Gewinnspiel Post etwas nettes in die Kommentare
FB-Seite: like meine Seite UND den Post und hinterlasse mir einen Kommentar Deiner Wahl
Twitter: retweete den Gewinnspiel-Tweet UND like ihn UND folge mir

Du findest mich in allen Netzwerken ganz leicht unter meinem Namen: Peeter Cavendish. Oder klicke einfach unten auf die Links am Ende des Beitrags.

Alle Infos zu meiner Person und meinen Büchern erfährst Du in meinem Blog restlessfreak.com

Ich drücke allen Teilnehmern die Daumen.

Ein paar rechtliche Bla Bla’s:

amazon kindle fire ist ein geschützter Begriff. Instagram, Facebook und Twitter sind nicht die Veranstalter dieses Gewinnspiels. Und, ach, ganz ehrlich, ihr nehmt einfach Teil und gewinnt was, laßt uns Spaß haben, und hier nicht seitenlang Teilnahmebedingungen wälzen 🙂

Die Auslosung erfolgt am Palmsonntag, den 9. April

Hier die Links zu den einzelnen Netzwerken:

instagram: KLICK for instagram

FB-page: KLICK for Facebook

Twitter: KLICK for Twitter

fire

Advertisements

GEWINNE einen KINDLE

Veröffentlicht: 18. Oktober 2016 in Allgemein
Schlagwörter:, , , , , , ,

Es ist Herbst, es ist kalt, es ist Buchmesse. Zeit, Ihnen neben meinen Büchern eine weitere Freude zu bereiten. Ich verlose daher einen – wie ich finde in weiß besonders schicken – KINDLE ebook reader. Natürlich neu und originalverpackt.

Alles was Sie tun müssen ist, entweder auf meine Facebookseite auf diesen Beitrag zu gehen: KLICK-FB

oder auf meinem Twitter-Account auf diesen Beitrag: Klick-Twitter

Dort einfach kurz den Anweisungen folgen und schon haben Sie die Chance auf den KINDLE.

Der zweite und dritte Sieger erhält eines meiner Bücher nach Wahl, natürlich mit Signatur.

Die Verlosung läuft während der gesamten Buchmesse. Teilnahmeschluss ist am kommenden Sonntag, 23.10.2016 um vierundzwanzig Uhr.

kindle-sturm

 

 

WETTBEWERB ist BEENDET. Danke für die zahlreiche Teilnahme. In Kürze gibt es wieder etwas zu gewinnen.

Hallo, liebe Leser,

ich verlose für Euch ein KINDLE fire Tablet. Die Teilnahme ist ganz easy. Beantworte einfach folgende Frage per Email:

»Welche Entfernungsangabe (in Kilometern) kommt im Prolog meines Romans ’’Diva Italiana’’ vor?«

Du hast das Buch noch nicht gelesen? Macht nichts, schau einfach auf amazon vorbei und klicke dort auf ’’Blick ins Buch’’, lies Dir den Prolog durch und sende Deine Antwort bis spätestens Montag, den 23. Mai 2016 an folgende Email Adresse:

peeter.cavendish{et}gmail.com Das {et} bitte durch @ ersetzen.

Zum Blick ins Buch: KLICK HIER

Jede richtige Antwort nimmt an der Verlosung Teil.

Und das gibt es zu gewinnen:
fire

Der Gewinner erhält ein brandneues KINDLE fire Tablet. Der zweite und dritte Platz bekommt eine von mir handsignierte Ausgabe meines neuen Romans.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und drücke fest die Daumen!

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Cover-Front-Back

Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

Foto: (c) shuterstock

Zusätzlicher DATENSCHUTZ-HINWEIS: ich speichere die Mailadressen während der Dauer der Aktion nur in meinem Mailpostfach. Nach Beendigung lösche ich alle Mails der Teilnehmer. Ich versende ungefragt keinerlei Werbemails (Spam), noch gebe ich die Mailadresse an Dritte weiter. Die Gewinner werden nach Beendigung von mir per Email benachrichtigt.

Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem soeben erschienenen Roman „Diva Italiana“.

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag
auf youtube an: Leseprobe 4 im Video

Prolog

Es war fast vier Uhr morgens und ich lief noch immer in meiner Wohnung auf und ab. Ich blieb jeweils kurz an jedem Fenster stehen und schaute zu den Nachbarhäusern. Nach der langen Zeit, die ich nicht mehr schlief, kannte ich inzwischen jede Gewohnheit meiner Umgebung. In ein paar Häusern brannte, wie bei mir, die ganze Nacht Licht. Ich wusste auch, wer wann aufstehen musste, wann die Leute in ihre Badezimmer gingen und im Sommer hörte ich sogar ihre Wecker klingeln. Es war ein öder Zeitvertreib. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wann es angefangen hatte, dass ich die Nächte auf diese Art verbringen musste, nicht mehr schlafen konnte, egal was ich einnahm oder trank. Auf meinem Schreibtisch stand meine alte Schreibmaschine. Ich hatte sie wieder ausgepackt, weil mir die Idee gekommen war, ich könne vielleicht nur an einem Computer nicht mehr schreiben. Aber das war es leider nicht. Die Maschine staubte vor sich hin und nachts hatte ich manchmal das Gefühl, sie würde mich sogar höhnisch auslachen. Das waren diese Augenblicke, in denen die Müdigkeit so stark wurde, dass die Realität sich in Träume auflöste und mir Dinge vorgaukelte, von denen ich in diesen Momenten nie wusste, ob sie nur Einbildung waren oder tatsächlich passierten. Ich sah gelangweilt auf die Uhr. Bald würde der Tag anbrechen und mit der ersten Morgendämmerung würde ich mir einen Kaffee kochen und dann auch endlich zwei oder drei Stunden schlafen können. Ich ging auf die Terrasse, um eine weitere Zigarette zu rauchen. Der Frühling tat sich schwer dieses Jahr, es war unglaublich kalt. Die Luft roch noch nach Winter und ich fröstelte. Die Bäume gegenüber wiegten sich sanft im Wind und ich schloss die Augen und wünschte mir, ich könnte irgendwo anders sein, nicht hier, nicht in dieser Wohnung, nicht in diesem Leben.

Ungefähr eintausend Kilometer weiter südlich ließ sich Serena Fontana erschöpft in einen der tiefen Sessel fallen, die im VIP-Bereich des Clubs standen. Sie hatte ihren Auftritt hinter sich und jetzt begann der schöne Teil des Abends. Die übliche Clique war bereits hier und sie würden nur noch ein paar Drinks nehmen und dann noch ein wenig um die Häuser ziehen. Silvio hatte ihr versprochen, später noch dazuzustoßen und sie begann, ihn per SMS auf dem Laufenden zu halten, wo sie ab jetzt zu finden sein würde. Carmela, ihre Managerin, brachte ihr eine Flasche Wasser, die sie ignorierte, stattdessen schnappte sie sich einen weiteren Whiskey vom Tablett eines vorbeieilenden Kellners. Carmela zog missbilligend die Augenbrauen hoch, aber Serena ignorierte sie. Michele, der Manager irgendeines Labels, hatte ein wenig telefoniert und in ein paar Clubs ihr Kommen angekündigt und so begab sich die Truppe auf den Weg, um die Nacht, wie fast täglich, zu einer einzigen Party zu machen. Es war ein schnelles Leben, hektisch, anstrengend und laut. Als sie den anderen in eine der Limousinen folgte, die draußen auf sie warteten, merkte sie den kräftezehrenden Auftritt und den Alkohol danach plötzlich deutlich. Und als sie gerade im Wagen saß, kam eine Nachricht von Silvio auf ihr Handy, dass er es heute doch nicht mehr schaffen würde. Sie schloss kurz die Augen und als sich der schwere Wagen in Bewegung setzte, wünschte sie sich plötzlich, sie könnte irgendwo anders sein, nicht hier, nicht in dieser Nacht, nicht in diesem Leben.

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Cover-Front-Back

Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

Foto: (c) shuterstock

DIE VERLOSUNG IST BEENDET, VIELEN DANK AN ALLE FÜRS TEILNEHMEN. DIE GEWINNER WURDEN VON MIR DIREKT BENACHRICHTIGT

Ja, es ist tatsächlich geschafft: ’’Diva Italiana – Ein Sommer in Rom’’ ist veröffentlicht!

Diva Italiana

Und zum Verkaufsstart verlose ich einen KINDLE ebook reader und signierte Ausgaben meines Romans.

Bevor ich zu den Teilnahmebedingungen komme, erfahrt Ihr hier, wo Ihr das Buch bekommen könnt:

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Auf meinem YouTube Kanal lese ich regelmäßig ein bisschen vor: YouTube-Channel

Die Preise für das ebook und das Taschenbuch sind zum Verkaufsstart reduziert, also greift zu und spart zusätzlich ein paar Groschen.

Zur Verlosung:

Zuerst, falls noch nicht geschehen, folge mir auf Twitter oder LIKE meine Facebook-Seite. Jeder, der dann bis einschließlich Sonntag, den 03. April, 24 Uhr, meinen Tweet auf Twitter oder meinen Beitrag auf meiner Facebook-Seite retweeted bzw. teilt, nimmt an der Verlosung teil. Wer beides macht, verdoppelt natürlich seine Gewinnchance.

Und hier findet Ihr die beiden Beiträge:

Der Tweet:
Klick zum Tweet

Der Facebook-Post:
Klick zu Facebook

Und das gibt es zu gewinnen:

Platz 1:
einen KINDLE ebook reader in Weiß, 6 Zoll Touch-Display, WLan-fähig mit 4 GB Speicher

Platz 2 und 3:
je ein Buch mit Wunsch-Signatur

Platz 4 und 5:
je ein signiertes Lesezeichen, passend zum Buch

Ich wünsche Euch allen von Herzen viel Erfolg!

P.S. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. KINDLE ist ein Markenzeichen von amazon. Das Gerät ist neu und originalverpackt und wurde nur kurz fürs Foto geöffnet

Diva Italiana – Leseprobe 3

Veröffentlicht: 8. März 2016 in Diva Italiana
Schlagwörter:, ,

Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem soeben erschienenen Roman „Diva Italiana“.

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag
auf youtube an: Leseprobe 3 im Video

Als ich am Morgen in meiner Wohnung angekommen war, hatte ich endlos lange geduscht und mir dann einen Kaffee gekocht, aber ich kam nicht mehr dazu, ihn zu trinken, denn ich schlief ein, als ich mich eigentlich nur ganz kurz auf die Couch setzen wollte. Als ich nach ein paar Stunden völlig benommen aufwachte, sah ich, dass Frank bereits unzählige Male versucht hatte, mich zu erreichen, und auch als ich mich langsam, unter Zuhilfenahme von mehreren Tassen Kaffee anzog, musste ich immer wieder seine Anrufe wegklicken.
Ich erinnerte mich nicht mehr, wo ich meinen Fiat abgestellt hatte, und als ich die Straßen rund ums Haus ablief, kam ich an meiner Bar vorbei und nutzte die Gelegenheit, eine Kleinigkeit zu essen. Ich zog den Besuch in die Länge, immer wieder kamen mir die Bilder aus der Nacht in den Sinn, die wundervolle Villa, der traumhafte Park, der so schön beleuchtet gewesen war, der romantisch illuminierte Pool – und dann schoben sich die Eindrücke vom Morgen davor, die Tristesse, die verschlafenen und verkaterten Gesichter, die kalte Luft des heraufbrechenden Tages, dieses traurige Schauspiel. Nachts kann alles wunderbar sein, geheimnisvoll, verwegen, voller Versprechungen, aber wenn das graue Morgenlicht auf die Szene fällt, erkennt man die geplatzten Träume; wie eine schon zu alte Hafennutte, die dir im Schutz der Dunkelheit das junge Mädchen vorgaukelt, dir Liebe zu geben verspricht und dich dann am Morgen entsetzt, wenn der Vorhang der Nacht fällt und die Realität dich wieder einholt.
Ich merkte plötzlich, dass ich versuchte, Zeit zu gewinnen, ein unbestimmtes Gefühl in mir hatte Angst davor, was Serena mir zeigen wollte. Ich hatte keine Ahnung, aber es musste etwas sein, das ihr wichtig war, und ich hatte immer ein wenig Probleme damit, wenn mir andere Menschen zu viel von sich preisgaben – ich konnte einfach nicht gut damit umgehen. Ich schüttelte den Kopf, um diese Gedanke zu verscheuchen, fand endlich den Fiat und fuhr los, schnell jetzt, um zu ihr zu kommen.

Ich hatte ihr auf der Fahrt eine SMS geschickt und als ich an ihrem Haus ankam, stand sie bereits auf der Straße und zu meiner Überraschung hatte sie Arturo dabei, der sich, seiner Kraft bewusst, voll in die Leine stemmte, um seine Muskeln spielen zu lassen.

Und nun saßen wir am Strand, außerhalb der Stadt. Es war ’’ihr’’ Strand, Serenas Platz, der Ort an den sie ging, wenn sie alleine sein wollte, wenn sie Antworten suchte oder Entscheidungen treffen musste. Der Nachmittag mit Corrado war mir sofort eingefallen, als ich an seinem Platz teilhaben durfte, in seinem Garten, seinem Refugium. Also hatten wohl alle ihren Ort, alle, außer mir.

»Peeter?« Sie fragte scheinbar schon zum zweiten Mal, ich war so in Gedanken gewesen, dass ich die Frage nicht mitbekommen hatte, und so blickte ich sie entschuldigend an und sie nahm die Sonnenbrille ab. Ihre Augen waren wieder ganz dunkel, mit leichten Nebelschleiern darin. Ich sah sie ganz intensiv an, verlor mich in diesem Blick. Ich konnte nicht anders, wollte eigentlich etwas sagen, aber alles in mir war plötzlich weg, ich konnte einfach nur in diese Augen blicken und den Atem anhalten, die Welt stoppen, was auch immer. Sie ließ ihre Hand sinken, in der sie die Brille hielt und ich merkte verblüfft, dass sie etwas zitterte.
»Serena, ich …«, ich musste schlucken und setzte nochmals an: »Serena, ich, ich …« Es ging nicht, ich brachte kein Wort heraus, ihr bezaubernder Mund, den sonst immer dieses leicht amüsierte Lächeln umspielte, ihre vollen Lippen, sie war so nah vor meinem Gesicht und ich beugte mich zu ihr, ganz langsam, wie in Zeitlupe, und als ich merkte, dass sie nicht zurückwich, sondern mir sogar entgegenkam, fing mein Herz an zu rasen und als ich ihre Lippen mit meinen berührte, blieb mir die Luft weg und mein Körper injizierte mir eine gewaltige Ladung Adrenalin. Sie schmeckte wunderbar, die Luft am Meer hatte einen leichten Salzfilm aufgetragen und ihr Mund war weich und warm und ihre Zunge glatt und wir spielten miteinander. Sie hatte ihre Arme um mich geschlungen und plötzlich zog sie sich etwas zurück und vergrub ihren Kopf dann an meinem Hals. Ich wusste nicht, ob sie weinte oder lachte, oder ob ich etwas falsch gemacht hatte, und so saßen wir bewegungslos und die Zeit stand still und mein Magen krampfte sich immer wieder zusammen, weil ich auf einmal so einen tiefen Schmerz in mir fühlte, der mich fast zerriss.

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Cover-Front-Back

Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

Foto: (c) shuterstock

Diva Italiana – Leseprobe 2

Veröffentlicht: 27. Februar 2016 in Diva Italiana
Schlagwörter:, ,

Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem Anfang März erscheinenden Roman „Diva Italiana“.

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag
auf youtube an: Leseprobe 2 im Video

3.

Ich stand gefühlt seit Stunden auf dem Balkon der Wohnung und blickte fasziniert auf Rom. Dieses Häusermeer, Dächer, Dachgärten, antike Bauwerke, all das erschlug mich fast, so schön war der Anblick. Ich hätte mir eine Flasche Wein gewünscht, um das alles noch mehr zu genießen, aber noch gab es weder Getränke hier oder gar etwas zu essen.
Das Gespräch mit Frank war kurz gewesen, er wollte noch heute zurück nach Frankfurt fliegen, wegen irgendwelcher wichtiger Termine. In Wirklichkeit graute ihm nur davor, den Abend mit mir in einem Restaurant verbringen zu müssen, weil er genau wusste, dass ich irgendwann wieder mit der alten Geschichte anfangen würde, von Monika, von unserer Scheidung und vielem mehr.
So war seine Ansage kurz und knapp gewesen. Es sei meine letzte Chance, den Vertrag mit dem Verlag nicht zu verlieren. »Schreib einen Liebesroman, zieh alle Register, verstehst du? Keine Dramen, nichts Trauriges, nur Zuckerwatte, rosarote Brillen und Himmel voller Geigen, klar?«
Es widerte mich an, nur daran zu denken, so einen Schwachsinn zu schreiben, aber ich hatte nur genickt und versprochen, genau das zu tun.
Der Alte, der uns hereingelassen hatte, war der Hausmeister, Corrado Salerno, der mit seiner Frau das Erdgeschoss bewohnte. Er hatte mir die kleine Wohnung in einer Ausführlichkeit präsentiert, wie es nur Italiener mit sehr viel Zeit und Liebe können. Frank war fast verrückt geworden dabei und mittendrin einfach abgerauscht. Corrado war ein Original. Er hatte sein Leben lang nichts anderes gemacht, als sich um das Haus und seine Bewohner zu kümmern. Ich mochte Menschen wie ihn, die im Gegensatz zu mir eine Beständigkeit für sich gefunden hatten, die ihnen die Ruhe gab, Dinge und Situationen entspannt und gelassen anzugehen. Einen Moment hatte er seinen Redefluss unterbrochen und mich prüfend angesehen. Recht kurz nur, aber mir war klar, dass ihm diese paar Sekunden genügt hatten, um alles über mich zu wissen.

Die Wohnung war schön, anders als ich es erwartet hatte. Ich war auf ein dreckiges Loch gefasst gewesen, mit Blick in einen Hinterhof und Mülltonnen, aber sie lag ganz oben, war hell und die Dachschrägen gaben ihr eine ganz besonders gemütliche Note. Das Schlafzimmer war klein, ein Bett, eine Kommode, der Kleiderschrank war in die Diele ausgewichen, aber das war in Ordnung. Das Wohnzimmer war dagegen fast schon riesig, bestimmt knapp fünfzig Quadratmeter, mit einer kleinen Küchenzeile und einer Wand, die nur aus Glas bestand und in der auch die Terrassentüre war, die auf den Balkon führte.

Obwohl ich nicht vorhatte zu schreiben, egal was Frank oder der Verlag von mir erwarteten, zog mich der Schreibtisch magisch an. Er war alt, aus massivem Holz, die Tischplatte war voller Kerben und verkratzt. Links und rechts gab es einige Schubladen und der Stuhl davor war ein Wallstreet-Klassiker. Ein Chefsessel aus Holz, mit einer Bespannung aus dunklem roten Leder. Ich strich über die Tischplatte, befühlte die lederne Sitzfläche, zog die Schubladen auf und schließlich setzte ich mich. Ich konnte über die niedrige Brüstung des Balkons weiterhin die Dächer sehen, und probeweise tippte ich auf einer imaginären Schreibmaschine und rief mich dann zur Ordnung. Ich würde nicht schreiben. Ich würde nie mehr schreiben. Ich konnte es nicht, so oft ich es auch versucht hatte, ich konnte seit der endgültigen Trennung von Monika keinen ganzen Satz mehr zu Papier bringen – nur ahnte das außer mir bis jetzt noch niemand.

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Cover-Front-Back

Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

Foto: (c) shuterstock