Mit ‘Peeter Cavendish’ getaggte Beiträge

STURM – TEIL III / Leseprobe

Veröffentlicht: 25. August 2013 in STURM
Schlagwörter:, , , , , ,

Ich wache auf, weil mein Kopf schmerzt und blicke mich benebelt um, ohne mich an irgendetwas erinnern zu können. Ich weiß nicht, warum ich Blutflecken im Bett habe, oder warum eine roséfarbene Bluse über meiner Lampe hängt, oder wieso es nach altem Wein riecht und ich so einen Geschmack im Mund habe wie nach Eisen oder auch nach Blut. Ich taste mich langsam in das kleine Bad und steige unter die Dusche, die ich auf Kalt stelle, und, während mein Kopf noch mehr dröhnt, wird mir schwarz vor Augen, und ich dusche doch lieber heiß und lange und denke an gar nichts, während ich aus dem Fenster aufs Meer blicke, das völlig teilnahmslos vor sich hin schwappt und mir ein wenig das Gefühl in meinem Körper zurückgibt, und das Blut an meinen Genitalien fließt hellrosa in den Ausfluss der Dusche.
Ich lösche die Zigarette, die ich auf dem Klo sitzend geraucht habe, unter dem Wasserhahn und als ich sie in den Abfalleimer werfe und den blutigen Tampon darin sehe, fällt mir der Abend wieder ein und auch, woher die Blutflecken und die Bluse sind und auch dieser Geschmack nach Blut in meinem Mund.
Ich gehe nach unten in die Küche und schwanke in der Hoffnung, dass sie noch da ist und dass sie schon gegangen ist, und die Küche ist leer und ich setze Kaffee auf in der alten zerbeulten Caffettiera, die für mich die einzige Art ist, guten Kaffee zuzubereiten. Ich trinke vier Tassen und rauche und versuche, mich an ihren Namen zu erinnern, und zermartere mir den Kopf, bis mir einfällt, dass ich sie gar nicht nach ihrem Namen gefragt habe und sie vermutlich sowieso nie mehr sehen werde, und ich verbiete mir, darüber traurig zu sein, und verdünne den fünften Kaffee mit Grappa, den mir der alte Mann gebracht hat, den ich am Meer getroffen habe, als er die Fische ausgenommen hat.
Auch auf der Couch ist etwas Blut und ich überlege, welches Kleidungsstück sie sich von mir genommen hat, weil ja die Bluse über der Lampe liegt, und wieso der Tampon oben ist und nicht hier und ob sie ihn in sich hatte, als wir auf der Couch waren, und während ich grüble und noch einen Grappa ohne Kaffee trinke, werde ich so müde, dass ich auf der Couch einschlafe.

STURM erscheint 2016 als Roman. Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

STURM – Teil II / Leseprobe

Veröffentlicht: 17. August 2013 in STURM
Schlagwörter:, , , , ,

Dass die Frau mir folgt merke ich erst nach einer ganzen Weile, denke mir aber nichts dabei und kämpfe mich weiter gegen den Wind und der Hunger wird immer stärker. Sie überholt mich an der nächsten Ecke und blickt mir kurz ins Gesicht, ganz kurz nur, und hastet weiter und ich fühle mich plötzlich einsam und ich rufe ihr nach, ob sie Hunger hat, und sie bleibt stehen, dreht sich sehr langsam um und sagt einfach nur: »Ja.«
Wir sprechen nichts und gehen auf ein Lokal zu, das nett aussieht und ganz hell erleuchtet wie eine Insel ist, und setzen uns ganz hinten in eine Ecke und starren uns an. Sie hat eine Jacke an, die sie anlässt, weil ihre Bluse noch immer rot durchtränkt ist vom Wein, und sie ist unglaublich hübsch und im Kerzenlicht wirkt ihr Gesicht nicht mehr hart, sondern weich und zart, und ihre Haut ist gebräunt und gesund und ihr schwarzes Haar umfließt ihr Gesicht.
Der Wirt grillt uns verschiedenen Fisch und Gemüse und bringt eine Karaffe Wein, der so kalt ist, dass das Glas sofort beschlägt von der Wärme im Lokal, und ich sehe, dass eine Schweißperle von ihrer Schläfe rinnt, ganz langsam, und eine feuchte Spur in den ganz feinen Härchen hinterlässt, genau so wie das Wasser auf der Karaffe, das kondensiert, ist und sich genauso langsam einen Weg an dem kühlen Glas entlang bahnt, und sie lächelt etwas schief und zieht die Jacke aus und sitzt da mit der weingetränkten Bluse und entschuldigt sich kurz.
Ich trinke viel Wein und genieße den Fisch und der Wirt bringt Langusten und andere Sachen und ich esse endlich.
Sie hat versucht, den Rotwein auszuwaschen, und jetzt ist die Farbe der Bluse rosé und nicht mehr dunkelrot und ganz nass, und sie hat ihren BH ausgezogen darunter, der wohl auch feucht war, und die Bluse ist fast durchsichtig und ihr Busen zeichnet sich ab und ihre Brustwarzen sind ganz steif und erinnern mich an meinen Traum, und mir wird etwas schwindlig und ich trinke noch mehr Wein.
Wir reden und lachen und sie steckt mir ab und zu etwas von ihrem Teller in den Mund und ich ebenso in ihren und ihre Zunge kommt immer ganz kurz zwischen den Lippen hervor und ich wünschte, ich wäre das Stück Fisch, das von diesen Lippen genommen wird und diese Zunge spüren darf, und verliere mich in ihren Augen.
In meinem Haus sieht sie sich um und riecht an ihrer Bluse und verzieht das Gesicht, weil der Wein langsam stinkt, und sie zieht die Bluse aus, und ihre Brustwarzen sind ganz hart und steil aufgerichtet, und sie lässt auch den Rock fallen und ich schließe die Augen, als ich sie auf die Couch ziehe.
Sie küsst mich und ihre Zunge ist in meinem Mund und sie murmelt dabei etwas, was ich nicht verstehe und mich auch nicht interessiert, weil ich versuche, an ihrem Slip vorbei, in sie einzudringen, und ich stoße und stochere, und plötzlich stecke ich ganz tief in ihr, weil sie so nass ist, und sie stöhnt und drückt sich an mich und ihre Wangen werden ganz rot, als sie kommt und mich noch fester an sich zieht, so dass ich keine andere Möglichkeit habe, als alles in sie reinzuspritzen, und es hört gar nicht mehr auf, und als ich schließlich nicht mehr kann, lehne ich mich zurück und mein Körper zuckt und ich muss lachen, was sie, wie jede Frau, nicht versteht, weil sie denkt, ich lache sie aus, dabei lache ich einfach, weil es so schön war und ich so gelöst bin.

STURM erscheint 2016 als Roman. Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

STURM – Teil I / Leseprobe

Veröffentlicht: 25. Juli 2013 in STURM
Schlagwörter:, , , ,

Ich wache nachts auf, weil ich wieder diesen Traum hatte. Wir waren zu fünft und schliefen alle in einem Bett und sie zeigt mir ihre Brustwarze und meine Hand gleitet über ihren Po und sie flüstert etwas, aber ich verstehe sie nicht, und ihre Lippen kommen ganz nah an meinen Mund und sie spricht die Worte direkt in meinen Mund mit weichen, nassen Lippen und ich traue mich nicht, meine Zunge in sie zu bewegen, bis ich plötzlich ihre schmecke, und sie ist so süß und verheißungsvoll und ich wache auf, nass geschwitzt und verwirrt.

Ich wanke ins Bad und trinke das eklig warme Wasser aus der Leitung, das mit Sand versetzt ist von dem Sturm und mein Kopf pocht.

Die Straßen sind leer und ich versuche, gegen den Wind zu laufen, was schwierig ist, während ein einsamer Hund misstrauisch auf die Seite geht und ein Schild im immer gleichen Rhythmus gegen eine Wand schlägt.

Die Kneipe ist stickig und voll und jeder schreit gegen den Lärm der anderen an und es ist nur ein Stuhl frei an der Bar, den ich mühsam besteige und Rotwein bestelle, um den Sand aus dem Mund zu bekommen. Die Frau steht am Ende der Bar und ihr Blick ist leer und ihr Glas voll und ihre Hand zittert, als sie es zum Mund führt, und ein dünner Rinnsal Wein läuft über ihre Lippen und tropft auf die Bluse und es sieht aus, als würde sie bluten. Ich bestelle noch mehr Wein und dazu Kaffee und nehme das vierte Aspirin und habe Hunger und starre weiter auf die Frau am Ende der Bar, die mich nicht bemerkt, weil sie versucht, den Wein abzuwischen, der ihre Bluse durchtränkt hat. Der Schmerz, den sie in mir auslöst, ist unbeschreiblich, und ich kann nicht wegsehen, und sie bemerkt endlich meinen Blick und wird rot, weil ihre Bluse schmutzig ist, und viele Männer nun gierig auf sie blicken, und ein besoffener Kerl wankt auf sie zu und grinst und zieht ein versifftes Tuch aus der Tasche und tut so, als wolle er sie saubermachen, aber natürlich will er nur ihren Busen berühren, und ich habe genug und gehe aus der Kneipe nach draußen und denke, dass ich endlich etwas essen sollte.

STURM erscheint 2016 als Roman. Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

Meine Tochter erzählt mir von Drogendealern an ihrer Schule. Überforderte Lehrer rächen sich an unseren Kindern und Zwölfjährige sitzen, statt zu rauchen, wie wir früher, koksend im Gebüsch. Erstklässler geben den verbal erbrochenen Dünnschiss ihrer RTL-Familien wieder. Interessiert aber keine Sau. Außer, wenn ich meinen Porsche vor der Schule kurz im Halteverbot abstelle, werde ich sofort angesprochen. Und die SUV-Mamis giften mich an, meine Zigarette und subversiver Rap aus dem Autoradio könnten ja ihrem Elite-Nachwuchs schaden. Statt sich um die als kleine Nutten verkleideten Schlampen zu kümmern, denen es genau so wie ihren Lehrern scheißegal ist, ob sie das Schuljahr schaffen. Solange die SIM im edlen Smartphone geladen und die Flatrate für den nächsten Chat mit ihren Dealern gebucht ist, kann nichts schief gehen. Wird es aber!
Hardcore Möchtegern-Manager unter 30, ohne jede Erfahrung drängen an die Macht, so sie denn ihr Studium ohne größeren Burnout geschafft haben.
Auf Facebook wird schwülstige Selbstdarstellung geprobt. Könnte ja irgendeine Personalagentur interessieren, wie geil die letzte Bussi-Bussi-Party mit C-Promis in der Möchtegern-Millionenstadt München war. Tut es aber nicht! Ein Glück, dass dieses „Internet“ noch Neuland ist, wie die (fast) ranghöchste Regierungsbeamtin gelegentlich mal anmerkte.
Während also die Lehrpläne von Schwachköpfen gemacht werden, um neue Schwachköpfe heran zu „bilden“, die Selbstdarsteller sich so geil finden, dass sie sich jeden Tag neu feiern und Europas Vorzeige-Republik immer rasanter den Bach runter geht, gibt es noch Arschlöcher wie mich. Denn mich beeindruckt das alles – Pause – überhaupt nicht. Ich rege mich nicht auf. Aber ich halte diesen ganzen Wichsern gern einen Spiegel vor.

Und jetzt schütten wir alle einen ordentlichen Schluck Cognac in unseren Kaffee und haben Spaß 😉

Coffee

Schlossgeflüster

Veröffentlicht: 28. Juni 2013 in night & day
Schlagwörter:, , , ,

…wir waren aufgestanden, weil das Gewitter so an Heftigkeit zugenommen hatte, dass es einfach zu atemberaubend geworden war, um es zu ignorieren. Sie stand vor mir am Fenster und jeder Blitz läßt ihr Gesicht kurz aufleuchten, was einen Schein hellen gelbs in ihre Züge zaubert, ihre Lieder zucken kurz und ich sehe die feinen Härchen auf ihrer Wange. Ich bin so dicht hinter ihr, dass sie wohl meine Erektion spüren muss, zumindest kann sie sie wohl erahnen. Ihre Brustwarzen sind hart und gegen die Silhouette des hellen Fensters betrachte ich fasziniert, wie sie sich steil nach oben recken. Langsam schiebe ich meine Hand unter ihr Kleid und fahre ihre Schenkel nach oben. Sie trägt keinen Slip und hat sich erfreulicherweise auch nicht rasiert. Ich bin überwältigt wie nass es zwischen Ihren Beinen ist. Sie stöhnt so plötzlich auf, dass ich überrascht bin. Ihre Fingerknöchel treten weiß hervor, so sehr krallt sie sich in den Fensterrahmen. Sie schiebt ihren Arsch ganz nah an mich heran, kommt meiner Hand gierig entgegen. Ihre Nässe beginnt, an meiner Hand herunter zu laufen und ich gehe in die Knie. Sie beugt sich Richtung Fensterbrett, reckt ihre Hüften nach oben und ich beginne sie von hinten zu lecken. Sie kommt immer wieder, sie stöhnt wie ein Tier und läuft aus. Ihre Schenkel zittern vor Anstrengung und noch während ich mich wieder aufrichtete ziehe ich meine Hosen runter. Mein Glied ist so steif dass ich fast Angst bekomme und ich rutschte mühelos in sie hinein. Ich halte ihre Brüste fest und bewege mich wie in Trance in ihr und sie weint vor Lust und jammert und als ich komme ziehe ich mich aus ihr zurück und spritze alles auf ihren Rücken und ihr Kleid und ihren Arsch und schreie dabei und zittere und schließlich klammere ich mich an ihr fest und da ist es wieder, dieses Gefühl, nein, diese Leere, dieser Flug durchs Weltall, dieser kurze Moment, in dem alles Denken und alles Sein und alles Wissen aussetzt, nur einen Moment, aber dieser eine Moment ist so unendlich und so schön und so klar. Wie die Astronauten, die in diese Flugzeuge steigen und sie fliegen einen Looping und für ein paar Sekunden ist es so als wären sie im Weltall, schwerelos. Langsam löse ich mich von ihr und wir sehen beide dem Tropfen Sperma zu, der über sie bis an die Fensterscheibe gespritzt war und nun langsam flüssig wird und herunterrinnt und müßen beide lachen, wir lachen wie bekifft und sie dreht sich ganz zu mir um, läßt sich genauso langsam wie der Tropfen zu Boden rutschen, küsst kurz meinen Schwanz der wieder ganz weich geworden ist und noch ganz rot ist von ihrer Nässe die auch von dem Blut kommt durch ihre Periode, was ich nicht gewusst hatte aber was mir auch herzlich egal ist.…