Mit ‘Peeter Cavendish’ getaggte Beiträge

DIE VERLOSUNG IST BEENDET, VIELEN DANK AN ALLE FÜRS TEILNEHMEN. DIE GEWINNER WURDEN VON MIR DIREKT BENACHRICHTIGT

Ja, es ist tatsächlich geschafft: ’’Diva Italiana – Ein Sommer in Rom’’ ist veröffentlicht!

Diva Italiana

Und zum Verkaufsstart verlose ich einen KINDLE ebook reader und signierte Ausgaben meines Romans.

Bevor ich zu den Teilnahmebedingungen komme, erfahrt Ihr hier, wo Ihr das Buch bekommen könnt:

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Auf meinem YouTube Kanal lese ich regelmäßig ein bisschen vor: YouTube-Channel

Die Preise für das ebook und das Taschenbuch sind zum Verkaufsstart reduziert, also greift zu und spart zusätzlich ein paar Groschen.

Zur Verlosung:

Zuerst, falls noch nicht geschehen, folge mir auf Twitter oder LIKE meine Facebook-Seite. Jeder, der dann bis einschließlich Sonntag, den 03. April, 24 Uhr, meinen Tweet auf Twitter oder meinen Beitrag auf meiner Facebook-Seite retweeted bzw. teilt, nimmt an der Verlosung teil. Wer beides macht, verdoppelt natürlich seine Gewinnchance.

Und hier findet Ihr die beiden Beiträge:

Der Tweet:
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Der Facebook-Post:
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Und das gibt es zu gewinnen:

Platz 1:
einen KINDLE ebook reader in Weiß, 6 Zoll Touch-Display, WLan-fähig mit 4 GB Speicher

Platz 2 und 3:
je ein Buch mit Wunsch-Signatur

Platz 4 und 5:
je ein signiertes Lesezeichen, passend zum Buch

Ich wünsche Euch allen von Herzen viel Erfolg!

P.S. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. KINDLE ist ein Markenzeichen von amazon. Das Gerät ist neu und originalverpackt und wurde nur kurz fürs Foto geöffnet

Diva Italiana – Leseprobe 3

Veröffentlicht: 8. März 2016 in Diva Italiana
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Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem soeben erschienenen Roman „Diva Italiana“.

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag
auf youtube an: Leseprobe 3 im Video

Als ich am Morgen in meiner Wohnung angekommen war, hatte ich endlos lange geduscht und mir dann einen Kaffee gekocht, aber ich kam nicht mehr dazu, ihn zu trinken, denn ich schlief ein, als ich mich eigentlich nur ganz kurz auf die Couch setzen wollte. Als ich nach ein paar Stunden völlig benommen aufwachte, sah ich, dass Frank bereits unzählige Male versucht hatte, mich zu erreichen, und auch als ich mich langsam, unter Zuhilfenahme von mehreren Tassen Kaffee anzog, musste ich immer wieder seine Anrufe wegklicken.
Ich erinnerte mich nicht mehr, wo ich meinen Fiat abgestellt hatte, und als ich die Straßen rund ums Haus ablief, kam ich an meiner Bar vorbei und nutzte die Gelegenheit, eine Kleinigkeit zu essen. Ich zog den Besuch in die Länge, immer wieder kamen mir die Bilder aus der Nacht in den Sinn, die wundervolle Villa, der traumhafte Park, der so schön beleuchtet gewesen war, der romantisch illuminierte Pool – und dann schoben sich die Eindrücke vom Morgen davor, die Tristesse, die verschlafenen und verkaterten Gesichter, die kalte Luft des heraufbrechenden Tages, dieses traurige Schauspiel. Nachts kann alles wunderbar sein, geheimnisvoll, verwegen, voller Versprechungen, aber wenn das graue Morgenlicht auf die Szene fällt, erkennt man die geplatzten Träume; wie eine schon zu alte Hafennutte, die dir im Schutz der Dunkelheit das junge Mädchen vorgaukelt, dir Liebe zu geben verspricht und dich dann am Morgen entsetzt, wenn der Vorhang der Nacht fällt und die Realität dich wieder einholt.
Ich merkte plötzlich, dass ich versuchte, Zeit zu gewinnen, ein unbestimmtes Gefühl in mir hatte Angst davor, was Serena mir zeigen wollte. Ich hatte keine Ahnung, aber es musste etwas sein, das ihr wichtig war, und ich hatte immer ein wenig Probleme damit, wenn mir andere Menschen zu viel von sich preisgaben – ich konnte einfach nicht gut damit umgehen. Ich schüttelte den Kopf, um diese Gedanke zu verscheuchen, fand endlich den Fiat und fuhr los, schnell jetzt, um zu ihr zu kommen.

Ich hatte ihr auf der Fahrt eine SMS geschickt und als ich an ihrem Haus ankam, stand sie bereits auf der Straße und zu meiner Überraschung hatte sie Arturo dabei, der sich, seiner Kraft bewusst, voll in die Leine stemmte, um seine Muskeln spielen zu lassen.

Und nun saßen wir am Strand, außerhalb der Stadt. Es war ’’ihr’’ Strand, Serenas Platz, der Ort an den sie ging, wenn sie alleine sein wollte, wenn sie Antworten suchte oder Entscheidungen treffen musste. Der Nachmittag mit Corrado war mir sofort eingefallen, als ich an seinem Platz teilhaben durfte, in seinem Garten, seinem Refugium. Also hatten wohl alle ihren Ort, alle, außer mir.

»Peeter?« Sie fragte scheinbar schon zum zweiten Mal, ich war so in Gedanken gewesen, dass ich die Frage nicht mitbekommen hatte, und so blickte ich sie entschuldigend an und sie nahm die Sonnenbrille ab. Ihre Augen waren wieder ganz dunkel, mit leichten Nebelschleiern darin. Ich sah sie ganz intensiv an, verlor mich in diesem Blick. Ich konnte nicht anders, wollte eigentlich etwas sagen, aber alles in mir war plötzlich weg, ich konnte einfach nur in diese Augen blicken und den Atem anhalten, die Welt stoppen, was auch immer. Sie ließ ihre Hand sinken, in der sie die Brille hielt und ich merkte verblüfft, dass sie etwas zitterte.
»Serena, ich …«, ich musste schlucken und setzte nochmals an: »Serena, ich, ich …« Es ging nicht, ich brachte kein Wort heraus, ihr bezaubernder Mund, den sonst immer dieses leicht amüsierte Lächeln umspielte, ihre vollen Lippen, sie war so nah vor meinem Gesicht und ich beugte mich zu ihr, ganz langsam, wie in Zeitlupe, und als ich merkte, dass sie nicht zurückwich, sondern mir sogar entgegenkam, fing mein Herz an zu rasen und als ich ihre Lippen mit meinen berührte, blieb mir die Luft weg und mein Körper injizierte mir eine gewaltige Ladung Adrenalin. Sie schmeckte wunderbar, die Luft am Meer hatte einen leichten Salzfilm aufgetragen und ihr Mund war weich und warm und ihre Zunge glatt und wir spielten miteinander. Sie hatte ihre Arme um mich geschlungen und plötzlich zog sie sich etwas zurück und vergrub ihren Kopf dann an meinem Hals. Ich wusste nicht, ob sie weinte oder lachte, oder ob ich etwas falsch gemacht hatte, und so saßen wir bewegungslos und die Zeit stand still und mein Magen krampfte sich immer wieder zusammen, weil ich auf einmal so einen tiefen Schmerz in mir fühlte, der mich fast zerriss.

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Diva Italiana – Leseprobe 2

Veröffentlicht: 27. Februar 2016 in Diva Italiana
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Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem Anfang März erscheinenden Roman „Diva Italiana“.

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auf youtube an: Leseprobe 2 im Video

3.

Ich stand gefühlt seit Stunden auf dem Balkon der Wohnung und blickte fasziniert auf Rom. Dieses Häusermeer, Dächer, Dachgärten, antike Bauwerke, all das erschlug mich fast, so schön war der Anblick. Ich hätte mir eine Flasche Wein gewünscht, um das alles noch mehr zu genießen, aber noch gab es weder Getränke hier oder gar etwas zu essen.
Das Gespräch mit Frank war kurz gewesen, er wollte noch heute zurück nach Frankfurt fliegen, wegen irgendwelcher wichtiger Termine. In Wirklichkeit graute ihm nur davor, den Abend mit mir in einem Restaurant verbringen zu müssen, weil er genau wusste, dass ich irgendwann wieder mit der alten Geschichte anfangen würde, von Monika, von unserer Scheidung und vielem mehr.
So war seine Ansage kurz und knapp gewesen. Es sei meine letzte Chance, den Vertrag mit dem Verlag nicht zu verlieren. »Schreib einen Liebesroman, zieh alle Register, verstehst du? Keine Dramen, nichts Trauriges, nur Zuckerwatte, rosarote Brillen und Himmel voller Geigen, klar?«
Es widerte mich an, nur daran zu denken, so einen Schwachsinn zu schreiben, aber ich hatte nur genickt und versprochen, genau das zu tun.
Der Alte, der uns hereingelassen hatte, war der Hausmeister, Corrado Salerno, der mit seiner Frau das Erdgeschoss bewohnte. Er hatte mir die kleine Wohnung in einer Ausführlichkeit präsentiert, wie es nur Italiener mit sehr viel Zeit und Liebe können. Frank war fast verrückt geworden dabei und mittendrin einfach abgerauscht. Corrado war ein Original. Er hatte sein Leben lang nichts anderes gemacht, als sich um das Haus und seine Bewohner zu kümmern. Ich mochte Menschen wie ihn, die im Gegensatz zu mir eine Beständigkeit für sich gefunden hatten, die ihnen die Ruhe gab, Dinge und Situationen entspannt und gelassen anzugehen. Einen Moment hatte er seinen Redefluss unterbrochen und mich prüfend angesehen. Recht kurz nur, aber mir war klar, dass ihm diese paar Sekunden genügt hatten, um alles über mich zu wissen.

Die Wohnung war schön, anders als ich es erwartet hatte. Ich war auf ein dreckiges Loch gefasst gewesen, mit Blick in einen Hinterhof und Mülltonnen, aber sie lag ganz oben, war hell und die Dachschrägen gaben ihr eine ganz besonders gemütliche Note. Das Schlafzimmer war klein, ein Bett, eine Kommode, der Kleiderschrank war in die Diele ausgewichen, aber das war in Ordnung. Das Wohnzimmer war dagegen fast schon riesig, bestimmt knapp fünfzig Quadratmeter, mit einer kleinen Küchenzeile und einer Wand, die nur aus Glas bestand und in der auch die Terrassentüre war, die auf den Balkon führte.

Obwohl ich nicht vorhatte zu schreiben, egal was Frank oder der Verlag von mir erwarteten, zog mich der Schreibtisch magisch an. Er war alt, aus massivem Holz, die Tischplatte war voller Kerben und verkratzt. Links und rechts gab es einige Schubladen und der Stuhl davor war ein Wallstreet-Klassiker. Ein Chefsessel aus Holz, mit einer Bespannung aus dunklem roten Leder. Ich strich über die Tischplatte, befühlte die lederne Sitzfläche, zog die Schubladen auf und schließlich setzte ich mich. Ich konnte über die niedrige Brüstung des Balkons weiterhin die Dächer sehen, und probeweise tippte ich auf einer imaginären Schreibmaschine und rief mich dann zur Ordnung. Ich würde nicht schreiben. Ich würde nie mehr schreiben. Ich konnte es nicht, so oft ich es auch versucht hatte, ich konnte seit der endgültigen Trennung von Monika keinen ganzen Satz mehr zu Papier bringen – nur ahnte das außer mir bis jetzt noch niemand.

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Heute gibt es eine kleine Leseprobe aus meinem in wenigen Wochen erscheinenden Roman „Diva Italiana“. Die Passage ist aus dem ersten Drittel des Buchs, Peeter, der seit Tagen versucht, seinem Hausmeister auszuweichen, läuft ihm schließlich doch in die Arme:

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auf youtube an: Leseprobe 1 im Video

Um Corrados Essenseinladung bei ihm und seiner Frau Agatina zu entgehen, schlich ich mich jedesmal wie ein Dieb aus dem Haus, immer auf dem Sprung, einer Begegnung auszuweichen. Die Nächte verbrachte ich wie immer schlaflos, lief in der Wohnung auf und ab, die vom Mondlicht erleuchtet war, und hing meinen Grübeleien nach.

Aber Corrado war nicht dumm. Es dauerte nicht lange, da fing er mich ab, als ich gerade aus dem Supermarkt kam. Ich versuchte, die Tüte mit dem Wein so gut es ging hinter meinem Rücken zu verstecken und er tat so, als würde er sie nicht bemerken.
„Ah, Signor Cavendish, wie geht es Ihnen hier bei uns? Brauchen Sie etwas, alles in Ordnung?“
„Ja, ja, alles bestens“, murmelte ich, und hoffte, dass der Lift endlich käme und mich nach oben entführen würde, aus seiner Reichweite, weg von diesem Gespräch.
„Ich weiß, Sie sind sehr beschäftigt. Aber, ich möchte Ihnen kurz etwas zeigen. Nur eine Minute, ja? Kommen Sie, bitte.“
Damit drehte er sich um und marschierte auf den Hinterausgang zu. Es war klar, dass ich ihm folgen musste und so warf ich einen letzten Blick auf den Fahrstuhl, der immer noch irgendwo zwischen den Stockwerken unterwegs war und ging ihm hinterher.
Ich hatte den Hinterausgang schon gesehen, aber ich war nie dort gewesen, und als ich nach ihm durch die Türe trat, blieb ich verblüfft stehen. Ich hatte gedacht, hinter dem Haus stünden vielleicht ein paar Mülltonnen oder Fahrräder und dann käme schon das nächste Grundstück. Aber nein, hier war ein Garten, fast schon ein kleiner Park, wunderschön, mit hohen Bäumen, einer Bank zum Ausruhen und einer Blumenpracht, wie ich sie hier nie vermutet hätte. Er bemerkte meine Verblüffung, lächelte vor sich hin und machte eine auffordernde Geste mit der Hand, ihm weiter zu folgen. Ein Zaun trennte einen Teil des Gartens vom Rest und er öffnete ein Türchen.
Dieser Teil war nicht zu sehen gewesen, eine hohe Hecke und einige Sträucher hatten den Blick verwehrt, und jetzt standen wir in einer wahren Oase. Inmitten der Wiese war ein Bereich mit weißem Kies aufgeschüttet worden, ein Baum spendete genau diesem Platz Schatten und ein Tisch mit ein paar Stühlen darum sah aus, wie direkt aus einem Schlossgarten entführt. Es war ein alter Tisch, aus Eisen, wunderschön geschmiedet, mit den passenden Stühlen dazu. Am Rand stand ein kleines Gartenhäuschen, ebenfalls alt, aber sehr gepflegt. Seine Türe war offen und ich konnte auch darin eine Sitzgelegenheit erkennen und zu meiner Verwunderung einen Kühlschrank.
Corrado lächelte noch immer und wedelte dann wieder mit der Hand: „Setzen Sie sich, Signor Cavendish, setzen Sie sich. Ich hole uns etwas zu trinken.“
Damit verschwand er kurz in dem Häuschen und jetzt wurde mir auch der Sinn des Kühlschranks klar, denn darin hatte er eine Karaffe, frisch gefüllt mit Weißwein. Entweder hatte er die für sich selbst bereitet, um hier einen entspannten Abend zu verbringen, oder aber er hatte vorgehabt, mich abzufangen und war sicher gewesen, das auch zu schaffen.

5.

Eine Weile saßen wir uns schweigend gegenüber, nippten an seinem Wein, der unglaublich war, und ließen die Magie dieses Ortes auf uns wirken.
„Hier bin ich oft“, durchbrach er schließlich die Stille. „Hier kann ich nachdenken, zur Ruhe kommen, mir Sachen überlegen, verstehen Sie?“
Ich nickte, setzte an, etwas zu erwidern, aber dann nickte ich nur nochmals. Er sah mich wieder mit diesem Blick an, dem gleichen, den er mir am ersten Tag zugeworfen hatte, und mir damals schon klar gewesen war, dass ihm ein solcher Blick genügte, um zu wissen, was in einem Menschen vorgeht.
Er schenkte mir nach, zündete sich dann umständlich eine Zigarette an und sprach wieder: „Jeder Mensch braucht einen solchen Platz, einen Ort, an den er gehen kann, um sich klar zu werden, um nachzudenken. Wo ist ihr Platz dafür, Signor Cavendish?“
Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht mir so einer direkten Frage. Ich schluckte mehrmals, sah ihn dann voll an. Ich hatte plötzlich einen Kloß im Hals. „Ich habe so einen Platz noch nicht gefunden.“
Er nickte, blickte dem Rauch seiner Zigarette nach, lächelte wieder: „Jeder braucht so einen Platz. Sie müssen Ihren finden.“ Wir schwiegen eine Weile, dann setzte er noch nach: „Rom ist ein guter Ort dafür, auch wenn Sie sich hier noch nicht wohl fühlen, glauben Sie mir, die Stadt ist gut für Sie.“

„Diva Italiana“ ist wie ein eisgekühlter Drink, den man auf einer römischen Piazza in einer heißen Sommernacht genießt. Ab und zu ein bisschen schmutzig, oft laut und schnell, aber immer auch romantisch und einfühlsam, erlebt der Leser zwei Charaktere, die erst wieder lernen müssen, auf ihre Herzen zu hören.

Diva Italiana ist hier erhältlich:

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Diva Italiana – Der Klappentext

Veröffentlicht: 27. Januar 2016 in Diva Italiana
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In ein paar Wochen ist es soweit, mein neuer Roman „Diva Italiana“ geht in die Veröffentlichung.
Ich werde hier ein paar Leseproben posten, damit sich der geneigte Leser vorab ein Bild machen kann.

Los gehts heute mit dem Klappentext. Viel Vergnügen!

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag zum Klappentext
auf youtube an: Der Klappentext im Video

Das Buch:

Peeter Cavendish, erfolgreicher Autor, aber gescheitert in seiner Beziehung, hat seinen Verlag mit einem zynischen Buch über die Liebe im Allgemeinen und Beziehungen im Besonderen verärgert und steht kurz vor dem Rausschmiss. Sein Agent zieht die Notbremse und schickt ihn für einen Sommer nach Rom. Dort soll er einen neuen Bestseller schreiben und so an alte Erfolge anknüpfen. Widerwillig bezieht er dort eine Wohnung und läßt sich zunächst lustlos treiben, ohne jeden Plan, wie er die drei Monate überstehen soll.

Serena Fontana ist Italiens erfolgreichster Popstar der letzten Jahre. Noch jung feiert sie eine Auszeichnung nach der anderen. Ausgenutzt von Produzenten und immer wieder auf Männer hereingefallen, die sich nur mit dem Star schmücken wollen oder ein aufregendes Abenteuer neben ihrer Ehe suchen, hat sie die Nase voll von jeder Art Bindung.

Eine Unwetternacht in Rom führt die beiden zufällig zusammen. Schnell wird klar, dass sie sich einerseits sehr anziehend finden, andererseits auf keinen Fall bereit sind, sich erneut in Gefahr zu begeben, verletzt zu werden.
Peeter hat drei Monate Zeit, sein Buch fertigzustellen, Serena wird in drei Monaten auf eine Tournee gehen. Und so treffen die beiden eine Vereinbarung, den Sommer gemeinsam zu verbringen, ohne Liebe, ohne tiefe Gefühle, ohne Bindung.
Beide lassen sich fallen in einen heißen römischen Sommer, keine Party, die sie versäumen, kein Exzess, dem sie sich nicht hingeben. Er, der intellektuelle Trinker, sie die zickige Pop-Diva, erobern jedes Event und ergreifen jede Gelegenheit, die Erinnerungen an die Vergangenheit zu verdrängen, ob auf einer Yacht eines Freundes vor Capri oder auf der Privatinsel eines bekannten Politikers, oder in den Clubs der ewigen Stadt.
Doch während beide sich immer noch versichern, wie gut es ihnen damit geht, keine Gefühle mehr für jemanden zu haben, spannt Amor bereits lachend den ersten Pfeil in seinen Bogen. Als das Ende des Sommers naht, wird sich zeigen, ob es möglich ist, die getroffene Vereinbarung zu erfüllen.

„Diva Italiana“ ist wie ein eisgekühlter Drink, den man auf einer römischen Piazza in einer heißen Sommernacht genießt. Ab und zu ein bisschen schmutzig, oft laut und schnell, aber immer auch romantisch und einfühlsam, erlebt der Leser zwei Charaktere, die erst wieder lernen müssen, auf ihre Herzen zu hören.

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STURM – Teil VII / Leseprobe

Veröffentlicht: 4. November 2014 in STURM
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FÜR NEUE LESER: bitte ganz nach unten scrollen und mit STURM Teil I beginnen 🙂

Ich nicke ihr kurz zu und schenke mir auch Kaffee ein und setze mich zu ihr an den Tisch, und um nichts sagen zu müssen, zünde ich mir umständlich eine Zigarette an und rauche dann gierig, während die Tasse meine Hände wärmt.
Als das Schweigen unerträglich wird, schaue ich sie kurz an und frage, ob ich sie später irgendwohin fahren soll und sie sieht mich lange an und nickt.
Mein Blick fällt in die Ecke, in die wir gestern unsere verdreckten Kleider geworfen haben, und sie fängt ihn auf und sagt, dass sie die Sachen gewaschen hat. Dann starrt sie in ihre Tasse und plötzlich hebt sie den Kopf.
»Wenn die Sachen trocken sind, kannst du mich … wegbringen.«
Ihre Augen bekommen ganz kurz wieder diesen Schleier aus tiefem Schmerz und ich überlege, ob sie wirklich ’’wegbringen’’ gesagt hat oder ob ich das Wort falsch übersetzt habe, und während ich noch darüber nachdenke, steht sie auf und geht zur Küche, um sich neuen Kaffee zu holen. Ihre Hand zittert leicht beim Einschenken und als sie nach dem Zucker greift, wirft sie etwas von der Anrichte und als sie sich bückt sehe ich ihren nackten Po unter dem T-Shirt und schon schießt mir, wie gestern, bei dem Anblick sofort das Blut in die Lenden. Sie kommt zurück zum Tisch und sie sieht so wunderschön aus, so natürlich und echt, und ich frage sie fast nach ihrem Namen, aber im letzten Moment beiße ich mir auf die Zunge, weil ich weiß, wie schwer es ist, ein Gesicht zu vergessen, sobald man erst einen Namen damit verbindet. Und ich denke kurz an das Gesicht, dessen Namen ich niemals vergessen werde, und an den Schmerz, den ich dafür bekam, und jetzt sind es meine Augen, die sich verschleiern.
Sie bemerkt es wohl und greift nach den Zigaretten, und ich fange ihre Hand ab und nehme sie in meine und drücke sie kurz, und plötzlich hat sie Tränen in den Augen, und ich stehe auf und nehme sie ganz fest in die Arme. Sie schmiegt sich dicht an mich und meine Hände wandern nach unten und greifen ihre kleinen festen, nackten Pobacken, und sie bemerkt die Erektion, die sich plötzlich gegen ihren Bauch drückt und sieht mich an und lächelt, und ich schiebe sie in Richtung Couch. Als ihre Kniekehlen gegen die Sitzfläche stoßen, läßt sie sich nach hinten sinken und ich gehe vor ihr auf die Knie.
Ihre von der Sonne gebräunten Schenkel sind leicht geöffnet und ich küsse die Innenseiten ganz sanft und sie zuckt ab und zu, wenn ich eine kitzelige Stelle erwische, und langsam wandert mein Mund weiter und weiter nach oben. Als ich ihre Scham erreiche, stellt sie ihre Füße hoch auf die Couch und sitzt mit weit geöffneten Schenkeln vor mir, und ich lasse meine Zunge so tief wie möglich in sie gleiten. Sie stöhnt kurz auf und ihr Kitzler ist ganz groß und hart geschwollen und ich umspiele ihn abwechselnd mit meiner Zungenspitze und versuche dann wieder, so tief wie es nur geht in sie zu kommen, und sie beginnt auszulaufen, und ihre Nässe verteilt sich in meinem Gesicht und in meinem Mund. Sie windet sich und stöhnt und ich schiebe meinen kleinen Finger jetzt auch in sie und drehe ihn bis er ganz nass und glitschig ist und dann berühre ich ganz vorsichtig ihren Anus und massiere ihn ganz leicht. Seit ich eine wirklich brutale Ohrfeige bekam, als ich etwas zu forsch einen Arsch angelangt habe, bin ich ganz zurückhaltend damit und so schiebe ich meine Fingerspitze nur ein paar Millimeter in sie hinein und überlasse ihr, wie viel sie davon will. Sie stöhnt noch mehr jetzt und dann schiebt sie sich mir entgegen und mein Finger gleitet tief in ihren Po und ich beginne sie zusätzlich von innen zu massieren und sie krallt sich in meinen Haaren fest und wirft sich auf der Couch hin und her und dann kommt sie schreiend.
Ich bleibe noch kurz vor ihr knien und betrachte fasziniert, wie nass alles ist von ihrer Erregung. Ihre Schamlippen glänzen wunderschön und ihre Schenkel sind genauso wie mein Gesicht feucht und riechen wundervoll nach ihr. Sie atmet immer noch schwer und ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie sich das T-Shirt ausgezogen hatte, und ihre Brustwarzen sind steinhart nach oben gerichtet und ihre Wangen rot und ihr Gesicht ganz verschwitzt. Ich richte mich auf und ziehe mir das Handtuch weg, das ich immer noch umgeschlungen hatte, und mein steifer Penis schnellt befreit wie eine Feder nach oben und ich nehme ihn in die Hand um ihn in sie zu dirigieren, aber als ich ihn anfasse, komme ich schon und spritze eine endlose Ladung über sie und saue sie komplett mit meinem Samen ein. Als es aufhört und meine Beine zittern schaue ich sie an und sie erwidert meinen Blick und dann fangen wir beide an, wie verrückt zu lachen.

STURM erscheint 2016 als Roman. Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

STURM – Teil VI / Leseprobe

Veröffentlicht: 1. Oktober 2014 in STURM
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Da ich sie immer noch für eine Einheimische halte, will ich sie auf keinen Fall mit zu mir nach Hause nehmen, und so fahre ich einfach in Richtung Ort. Sie sieht mich von der Seite an und sagt: »Ich kann so nicht zu mir«, und sie schaut dabei so verloren, dass es mir plötzlich egal ist, und ich wende und fahre auf der fast überfluteten Straße zurück und vorbei am Strand, wo wir gerade waren, in Richtung zu meinem Haus. Ich wohne sehr weit außerhalb und einen Moment ist sie etwas skeptisch, ob ich ich nicht einfach mit ihr irgendwohin fahre, aber als ich auf dem Vorplatz parke, entspannt sie sich und steigt mit mir aus. Wir sind völlig eingesaut mit Sand und Schlamm, und als ich den Schlüssel aus seinem Versteck nehme und mich zu ihr umdrehe, hat sie bereits ihre nassen Sachen auf dem Stuhl auf der Veranda ausgebreitet und folgt mir dann zögernd nach drinnen. Sie sieht sich interessiert um und dann zieht sie ihr T-Shirt über den Kopf und wirft es achtlos in eine Ecke und fragt mich, ob sie duschen darf.
Während ich oben das Wasser rauschen höre, schenke ich mir ein Glas Rum ein und zünde mir eine Zigarette an. Der Sand in meiner Hose beginnt zu jucken und ich streife die Jeans ab und werfe sie zu ihrem T-Shirt auf den Boden.
Sie duscht lange und als sie endlich wieder nach unten kommt, hat sie sich in ein Handtuch gewickelt und ist kein bisschen erstaunt, dass ich nackt im Wohnzimmer stehe.
Ich habe das Glas nochmal aufgefüllt und drücke es ihr in die Hand, genauso wie die gerade erst angezündete Zigarette und gehe nach oben, um auch zu duschen.
Ich dusche noch länger als sie und verfluche mich, dass ich ihr das Glas gegeben habe, statt es mit ins Bad zu nehmen, und als ich lange genug getrödelt habe, höre ich plötzlich das Geräusch eines Feuerzeugs im Schlafzimmer nebenan und dort steht sie am Fenster – völlig nackt. Der Regen hat aufgehört und die Sonne scheint wieder und der Rum im Glas, das sie mit nach oben genommen hat, glitzert goldfarben im Sonnenlicht und wirft bezaubernde Farbsprenkel auf ihre braune Haut. Sie steht mit dem Rücken zu mir und schaut aus dem Fenster auf das Meer und obwohl ich es nicht sehen kann, weiß ich, dass sie gerade wieder diesen Schmerz in den Augen hat, und ich räuspere mich kurz, damit sie nicht erschrickt und trete von hinten an sie heran und schließe meine Arme um sie und halte sie einfach fest.
Wir stehen lange so und als ich beginne, mich zu wundern, warum es mich nicht erregt, sie so eng zu halten, nackt, bewegt sie ihre Hüften leicht und augenblicklich explodiert mein Penis und wird so hart, dass ich es nicht vor ihr verbergen kann. Sie kreist weiter mit ihrem Po und scheinbar hat sie darauf gewartet, denn sie ist so feucht, dass ich plötzlich, ohne es zu planen, in sie hineinrutsche, ganz tief, und sie klammert sich an mir fest und stöhnt leise.
Ich drehe mich mit ihr um und bleibe dabei in ihr und schiebe sie in Richtung Bett und sie kniet sich darauf und ich beginne mich in ihr zu bewegen, langsam erst, und während ich das tue, frage ich mich wieder, was dieses Tattoo zu bedeuten hat, auf ihrem Rücken, das so gar nicht zu ihr passt.

Später liegen wir auf dem Bett und sprechen kaum, ich habe die Flasche Rum nach oben geholt und wir trinken und rauchen, und immer wenn sich dieser Schmerz in ihre Augen legt, halte ich sie, ganz fest, und wiege sie leicht hin und her, bis die Anspannung wieder aus ihr weicht.

Als ich aufwache, ist es schon hell und ich bin ganz benommen, und auf dem Boden steht die Flasche Rum, leer, und der Aschenbecher ist so voll, dass einige Kippen danebengefallen sind. Ich schaue mich im Zimmer um und sie ist nicht da, und ich bin froh, dass ich alleine bin und wanke ins Bad, um zu duschen. In der Nacht ist der Regen zurückgekommen und das Meer ist grün und unruhig und ich werde die nächsten Tage nicht an den Strand können. Als ich aus dem Bad komme, rieche ich Kaffee, und als ich gerade überlege, ob ich mir das nur einbilde, höre ich Geschirr klappern und das bedeutet, sie ist nicht gegangen, wie all die anderen, die genau gemerkt haben, dass es mir lieber ist, wenn man sich nie mehr sieht, und die verschwunden sind, nachts, heimlich, leise – manchmal sicher mit ein paar Tränen.

Ich atme tief durch und gehe die Treppe nach unten, und sie sitzt am Tisch und hat ein T-Shirt von mir an und ein Bein hochgestellt, auf den Stuhl, und eine große Kaffeetasse in der Hand, aus der es dampft, und eine Zigarette glimmt im Aschenbecher, und als sie mich sieht, lächelt sie scheu

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STURM – Teil V / Leseprobe

Veröffentlicht: 3. September 2014 in STURM
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Der Sommer macht es etwas erträglicher, die Tage vergehen zu lassen, weil ständig neue Gesichter im Ort sind. Ich liege am Strand auf meinem Platz, dem immer gleichen Platz – auch etwas, das sich eingeschlichen hat, dieses Festhalten an allen möglichen Ritualen, die mir etwas Halt geben. Sie liegt am Schirm neben mir, seit einigen Tagen, und sie ist keine Touristin, weshalb ich sie ignoriere. Ich wähle nie Einheimische aus, denen ich dann womöglich immer wieder begegnen würde. Ich halte mich nur an Urlauberinnen, die nach spätestens vierzehn Tagen wieder abreisen und an deren Namen und Gesichter ich mich nicht erinnern werde. Noch ist es früh im Jahr und nicht viel los und die Pausen zwischen dem Vormittagswein, dem Mittagswein, dem Nachmittags-Drink und dem Abendessen dehnen sich so quälend zäh aus, dass ich anfange, sie zu beobachten. Ihr Alter ist unmöglich zu schätzen, ihre Figur für meinen Geschmack viel zu perfekt, ihre Haut tiefbraun. Der Bikini so belanglos, dass selbst ein Ballonkleid mehr Sexappeal hätte. Ihre Füße sind wundervoll, schlanke Fesseln, schöne Zehen. Ihr Handtuch ist von Armani, ihre Strandtasche von Gucci, ihre Sonnenbrille von Prada, ihr T-Shirt von Yves Saint Laurent. Sie grüßt jeden Morgen freundlich, liest viel, telefoniert endlos – mit einer süßen Stimme, die so lieb klingt, dass sie gerade noch nicht kindlich ist. Ihr Blick, wenn sie sich umsieht am Strand, ist freundlich, offen, sympathisch. Aber dann, in ganz wenigen Momenten, liegt plötzlich ein Schmerz in ihren Augen, der so unendlich groß sein muss, dass sich kurz ihr gesamter Körper verkrampft. Und sie hat ein Tattoo auf dem Rücken, das überhaupt nicht zu ihr passt. Ich beobachte sie von der Bar aus, trinke Wein, rauche und sehe ihr beim Schlafen zu. Bevor sie sich hingelegt hat, hat sie sorgsam ihren Bikini zurecht gezogen, das Lesezeichen ins Buch gesteckt und ihr Handy in die Tasche gepackt. Ich überlege, zurück an meine Liege zu gehen, aber vermutlich würde sie aufwachen. Also bestelle ich noch einen Krug Wein und schaue den Wolken zu, die vom Meer her in Richtung Strand ziehen.

Später döse ich in der Sonne und merke nicht, dass es kühl geworden ist, und die Wolken sind nun tiefschwarz und fast alle Gäste haben den Strand schon verlassen. Sie ist noch da und lächelt mich an und fragt mich nach Feuer. Sie hat heute schon geraucht und es ist klar, dass das nur ein Vorwand ist und ich überlege einen Moment, ob ich die Frage einfach ignoriere, bis ich wieder diesen kurzen Schmerz in ihren Augen sehe der sich tief in meine Eingeweide zu bohren scheint und sich dort mit meinem Schmerz verbindet, und ich stehe auf und gebe ihr Feuer.
Sie bietet mir eine Zigarette an, die ich nehme, und wir rauchen eine Weile schweigend und als wir gerade anfangen wollen, etwas zu sagen, kracht der erste Donner mit solcher Wucht in den Himmel, dass sie erschrocken nach meinem Arm greift. Ihr Griff ist fest und warm und ich würde ihn gerne länger spüren, aber jetzt setzt der Regen ein, als würde jemand eine Dusche aufdrehen und wir raffen unsere Sachen zusammen und laufen los. Nicolo hat seine Bar schon geschlossen und so retten wir uns in meinen alten Fiat. Der Parkplatz ist eine Schlammwüste und als wir endlich im Auto sitzen sind wir völlig durchnässt und unsere Füße bis zu den Knien mit Sand bespritzt.
Ihre schwarzen Haare hängen nass glänzend wirr in ihr Gesicht und sie holt ihr Handtuch aus der Tasche und versucht, sich etwas abzutrocknen. Der Bikini weicht den Sitz durch und sie zieht ihr T-Shirt an und dann den Bikini einfach aus. Die Vorstellung, dass sie nackt ist unter ihrem Shirt, lässt plötzlich mein Herz klopfen und sie reicht mir ihr Handtuch und ich ziehe meine Badehose aus und versuche, irgendwie meine Jeans anzuziehen, während sie so tut, als schaue sie in die andere Richtung.
Das Auto ist so klein und wir berühren uns immer wieder, und das Hosenbein meiner Jeans verhängt sich im Gaspedal und ich kann mich nicht nach unten beugen, weil das Lenkrad im Weg ist, und plötzlich beugt sie sich vor und ihr Gesicht berührt dabei fast meinen Penis, und während sie das Hosenbein befreit, spüre ich, wie mir das Blut langsam in die Lenden fließt, und kurz bevor ich eine Erektion bekomme, schaffe ich es endlich, die Hose ganz hochzuziehen und fahre los

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STURM – Teil IV / Leseprobe

Veröffentlicht: 25. August 2014 in STURM
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Der Regen peitscht mir ins Gesicht, als ich meine tägliche Pflichtrunde am Strand gehe und meine Augen sind so voll Wasser, dass alles hinter einem grauen Schleier verschwindet. Wie immer, ist der alte Mann an der Mole und hält stoisch seine Angel ins Meer und wirkt, als sei er eingeschlafen. Der Sand ist nur noch Matsch und ich sinke bei jedem Schritt so tief ein, dass ich Mühe habe, vorwärts zu kommen. Die Treibholzfelder sind endlos und ich klettere über große Stämme und versuche, nicht auf die vielen toten Fische zu treten, die überall angespült liegen. Ein riesige Ratte liegt mit zerfetztem Körper inmitten der Kadaver und starrt mich aus milchigen Augen an und mir wird immer kälter und für einen Moment verliere ich den Halt und bekomme Panik, weil ich denke, in den Haufen Fische zu stolpern, und ich habe endlich genug und verlasse den Strand in Richtung Straße.
Der Wind bläst eiskalt durch die Häuserzeilen und treibt Laub und Abfall vor sich her. Ich versuche, mich ganz in meiner Jacke zu verkriechen, und halte mich dicht an den Hauswänden, die so vermoost sind und so modrig riechen, dass ich wieder an die tote Ratte denken muss. Die meisten Geschäfte haben im Winter ihre Schaufenster mit Brettern vernagelt und ich denke einen Moment, ich bin in einem falschen Ort gelandet und finde nicht mehr zurück.
Die Dämmerung kommt schlagartig, wie üblich je weiter südlich man sich befindet, und der Wind nimmt wieder zu und wird wohl in dieser Nacht einen weiteren Sturm gebären.
Die Bar, die am Ende der Straße, dort wo die Piazza beginnt, auftaucht, ist nur schwach beleuchtet und im Dunst des aufkommenden Abends umgibt sie ein Schein wie in Milch getauchten Lichts.
Ich werfe mich gegen die Türe und zwänge mich durch den kleinen Spalt ins Innere. Die wenigen Gäste blicken nur kurz auf und sehen dann wieder in ihre Getränke und Zeitungen. Der Wirt hat die Räume so überheizt, dass mir kurz übel wird und ich hastig den Reißverschluss meiner Jacke öffne und mir die Mütze vom Kopf reiße.
Ich bestelle Espresso und Grappa und als der Alkohol durch mich fließt und das Koffein die Nebel vor meinen Augen zerreißt, denke ich, dass das gut ist und bestelle eine weitere Runde. Hier in diesem abgelegenen Kaff schert sich niemand um Verbote und der Wirt stellt mir sofort wortlos einen Aschenbecher hin, als ich mir die erste Zigarette anzünde. Der erste Donner kommt fast gleichzeitig mit dem Blitz und lässt die Flaschen und Gläser auf der Bar zittern und der schlagartig einsetzende Regen peitscht so ans Fenster, dass ich beschließe, noch zu bleiben. Ich bestelle einen halben Liter Rotwein und bekomme einen Krug aus Ton, in dem der Wein dunkelrot wie dickes Blut schimmert, und während ich in das Farbenspiel starre, geht wieder die Tür auf und ein Schwall Wasser und kalte Luft quellen in den Raum, und als ich aufsehe, steht sie plötzlich im Raum und blickt sich unsicher um und ihre Haare hängen nass in ihr Gesicht und ihre Lippen sind blau vor Kälte und etwas Wasser läuft über ihre Wange. Sie sieht mich und das Blut schießt ihr ins Gesicht und färbt ihre Backen sofort knallrot ein, und sie lächelt etwas verlegen, und ich starre sie fasziniert an und sie kommt auf meinen Tisch zu.

STURM erscheint 2016 als Roman. Für Updates folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

Sturm

TEIL 1 – DER SONNTAG

Veröffentlicht: 14. August 2014 in breathless
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Als wir uns verabschiedet haben dauert es nur ein paar Minuten, dann reißt mich die plötzliche Leere mit voller Wucht von den Beinen. Ich laufe ziellos durch die Wohnung und versuche irgendetwas zu finden, das mich ablenkt, aber es gelingt mir nicht. Ihr Gesicht schiebt sich in meine Gedanken, ihr Geruch, das Gefühl, ihre Haut gespürt zu haben – endlich. Ich mache Musik an und öffne eine Flasche Bier und dann stehe ich am großen Fenster und starre in den Regen, der laut prasselnd die beginnende Nacht mit seinem Schleier bedeckt. Ich erinnere mich an jede Sekunde, die wir verbracht haben, heute, und ich muss kurz lächeln, ganz kurz nur, bis sich der Schmerz wieder in mein Herz bohrt und das Vermissen jetzt schon so stark wird, dass ich nicht weiß, wie ich es den Rest meines Lebens ertragen soll. Ich höre Musik, Lieder von Menschen, die in Ihrem größten Schmerz ihre besten Texte geschrieben haben, von Liebe, Verzweiflung, Leidenschaft. Texte, die ich nie verstanden habe, aber das merke ich erst jetzt, als es mir selber den Boden wegzieht. Es war dunkel gewesen, vorhin, ich habe nichts von ihr gesehen, aber dafür alles gespürt. Meine Lippen durften sie berühren, ihren Körper schmecken, meine Hände haben sie berührt, gestreichelt, gehalten – überall. Ich überlege, wie oft ich sie geküsst habe, in all den Jahren, in meinen Gedanken. Ich weiß es nicht mehr – zu oft. Die Vorstellung war schön. Es wirklich zu tun dagegen unbeschreiblich. Ihre Lippen auf meinen zu spüren, mit ihrer Zunge zu spielen, ihr nah zu sein, so unbeschreiblich nah. Ich öffne die nächste Flasche und blase den Rauch der nächsten Zigarette nachdenklich in die verregnete Nacht. Ich will für immer hier stehen, an den Fensterrahmen gelehnt, in die Dunkelheit starren und an sie denken. Die Lieder machen mich so traurig, aber ich genieße den Schmerz schon fast, endlich empfinde ich wieder etwas, auch wenn es so unglaublich weh tut; so unfassbar schön fühlt es sich auch an. Als ich ihre Brüste geküsst habe, wurde mir schwindlig vor Glück und ich merke, wie mein Herz alleine bei dem Gedanken wieder anfängt, heftig zu schlagen. Ich verwerfe die Idee, einfach ins Auto zu steigen und zu ihr zu fahren und hole mir die nächste Flasche. Als sie sich einfach ausgezogen hast, so selbstverständlich, habe ich so gezittert vor Aufregung, ich wollte es erst nicht zeigen, aber dann war es mir egal. All die vielen Jahre, die wir es unterdrückt haben, die vielen kleinen Begebenheiten, die Aufregung, das Herzklopfen, all das kam plötzlich aus mir heraus. All die Jahre haben wir diese kurzen Momente heimlich gesammelt, verborgen, und nur wenn wir alleine waren, kurz hervorgeholt, jeder für sich.

Die CD ist zu Ende und ich scrolle durch die Liste und suche mir nur die traurigsten Liebeslieder aus. Und noch immer stehe ich an diesem scheiß Fenster und versuche einen klaren Gedanken zu fassen. Niemals hätte ich gedacht, dass es ihr ähnlich gegangen war, die ganzen Jahre, nie hätte ich vermutet, dass ich sie irgendwann berühren darf, küssen darf, streicheln darf.
Der Regen ist stärker jetzt und die Nacht völlig hereingebrochen und ich stehe immer noch hier, trinke, rauche, höre Musik und kann nicht aufhören. Nicht aufhören an Dich zu denken, nicht aufhören zu lächeln, nicht aufhören zu weinen.