Wenn Sie Schreiber sind, kennen Sie das. Das Böse, das Grauen, dieses ’’Schreibblockade’’. Es lauert in allem, was Sie schreiben. Egal ob Blog, Artikel oder gar ein Buch. Aber auch allen anderen, die irgendeine Art von Projekt durchführen, kann es passieren, daher habe ich meine ultimativen Tipps gegen dieses Ungeheuer gesammelt. Ich betone, es sind meine ganz eigenen Strategien, ich rate Ihnen nicht, diese zu befolgen, im Gegenteil, ich warne Sie ausdrücklich davor, es zu tun. Also, machen Sie hinterher nicht mich dafür verantwortlich, wenn Sie meine Tipps befolgt haben und sich noch tiefer in die Scheiße geritten haben. Sollten Sie mit meinen Strategien dagegen Ihre Blockade durchbrechen und den ultimativen Bestseller in den Markt feuern können, dann bedenken Sie mich gerne mit einem Anteil an Ihren Multi-Millionen-Tantiemen. Danke!

Jeder Autor ist anders, jeder arbeitet anders. Ich habe von welchen gelesen, die haben feste Zeiten, zu denen sie schreiben. Cool! Oder andere, die setzen sich jeden Tag ein bestimmtes Ziel, Seiten oder Wörter – und halten das ein. Sehr geil! Ich beneide sie darum. Ich kann das alles nicht. Ich schreibe wie im Wahn, egal wann das ist, oder aber ich schreibe nicht, weil mir nichts einfällt, oder, richtig furchtbar, ich weiß genau, was ich schreiben will, aber ich bringe es nicht zu Papier. Das ist fast noch schlimmer. Und dann verbringe ich volle Tage, ja, manchmal sogar schon Wochen damit, den ganzen Tag auf den Bildschirm zu starren, und am Abend habe ich dann vielleicht zwei Kommata versetzt und ein oder zwei Wörter gelöscht.

Was also dagegen tun? Hier sind sie nun, meine Top-Five der Anti-Blockade-Strategie:

Platz 5: ’’Real Racing’’ spielen. Natürlich geht auch jede andere Art Spiel, das Sie auf dem Smartphone, Tablet oder Rechner haben. Wichtig ist nur, dass es kein Spiel ist, das in sich abgeschlossen ist. Man muss sich über Stunden darin verlieren können, immer noch ein Level absolvieren wollen, hängen bleiben. Treiben Sie das so richtig weit. Ich spiele so lange, bis es mich völlig ankotzt, dass ich ganze Stunden damit sinnlos verschwendet habe. Danach schreibe ich lieber und fühle mich gut, als noch so einen vergeudeten Nachmittag zu erleben.

Platz 4: ’’Echte Arbeit’’ erledigen. Schreiben ist ja Spaß. Irgendwelche Projekte, die man Ihnen als Nicht-Schreiber aufs Auge gedrückt hat, sind zusätzliches Pensum. Also, wenden Sie sich Ihrem eigentlichen Job zu. Sie haben keinen anderen Job? Okay, dann machen Sie Ihre Steuererklärung. Sie werden schnell merken, wie öde das ist. Mir ist davon nach einer halben Stunde so schlecht, dass ich lieber wieder schreibe – und so den Traum vom Millionen-Bestseller auslebe.

Platz 3: ’’Alkohol’’. Natürlich, jetzt schreien Sie auf! »Alkohol ist keine Lösung!« Mir aber egal. Ich mache vieles mit, aber nüchtern ein ganzes Buch schreiben? Nichts für mich. Die Formel ist ganz einfach: alles, was mein Protagonist den Roman über so trinken muss, trinke ich auch. In Ihrem Buch trinkt keiner? Schade, dann sollten Sie diesen Tipp vielleicht nicht ganz so ernst nehmen. Und bevor Sie mir böse Kommentare schreiben: ich hatte ausdrücklich davor gewarnt, irgendetwas nachzumachen …

Platz 2: ’’Social Media’’. Jaa, endlich, werden Sie sagen, endlich gehen wir mal online. Ob Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter (mein Favorit) oder was auch immer, nirgends kann man mehr Zeit rumbringen als online. Die Älteren unter Ihnen wissen das spätestens seit unseren Tagen, als wir mit 56K-Modems durch AOL-Chatrooms gekrochen sind. Aber: online finden Sie auch Ihre Leser. Nehmen Sie Kontakt auf! Gehen Sie ins Gespräch! Jeder kennt diese Typen, die irgendein Produkt haben (ja, auch unsere Bücher sind Produkte) und dann dreimal täglich kommentarlos einen Link zu amazon posten. Sowas braucht kein Mensch. Wenn ich schreibe, dann bin ich glücklich, oder leide, oder weine, oder lache, oder bin frustriert. Posten Sie das! Erzählen Sie den Leuten davon. Das ist auch nicht schlimmer als irgendein anderer Büro- oder Döner-Tweet. Social Media Networks ersetzen keine Menschen, heißt es immer, aber, hinter jedem Account steht ein Mensch. Ein echter. Und manche davon hören sogar zu, freuen sich mit einem, wenn man wieder ein paar Seiten geschafft hat, oder trösten auch mal, wenn es gerade nicht läuft.

Platz 1: ’’Der Turnaround’’. Mein persönliches Highlight. Wenn gar nichts mehr geht, fange ich von vorn an. Nein, nicht, dass ich alles nochmals neu schreibe. Aber gedanklich. Ich gehe das gesamte Projekt nochmal durch, ich lese alles von Anfang an, nicht als Autor, sondern als Leser. Und dann suche ich mir in den gängigen Datenbanken mein Cover-Bild aus und schicke es dem Designer. Denn der Designer ist ein Profi. Und wir Autoren – zumindest ich – sind Zicken. Mein Designer sagt mir prinzipiell erstmal, dass mein Bild Scheiße ist, das Format nicht passt, das Licht nicht stimmt, die Auflösung falsch ist, die Zielgruppenorientierung total daneben geht usw. Ich sage ihm dann, dass er keine Ahnung hat und überhaupt. Und dann diskutieren wir, reiben uns, kämpfen und irgendwann ist alles gut und man hat das Buchcover. Und das kann man ausdrucken, an die Wand pinnen, auf die Rückseite ’’Das ist ein Gutschein für mein nächstes Buch’’ schreiben und es Freunden und Familie schenken und es im Internet zeigen. Und spätestens dann nimmt das Ganze so deutlich Gestalt an, dass ich es nicht mehr erwarten kann. Dass ich richtiggehend gierig werde, endlich in diese Tastatur zu dreschen und weiter zu schreiben. Weil jedes Buch ein Stück von mir selbst ist. Und ich es viel zu sehr liebe, dieses Schreiben, als dass ich dieser ’’Blockade’’ zu lange Raum geben würde, mich davon abzuhalten.

Bonus-Tipp: ’’Die Muse’’. Ja! Wenn Sie eine Muse haben, dann sind Sie fein raus. Eine ’’Muse’’ kann vieles sein. Es kann Ihre Familie sein, eine Frau, ein Mann, ein Hund, ganz egal. Einer Muse kann man vorlesen, was man bis jetzt geschrieben hat, man kann sich Streicheleinheiten abholen, ob verbal oder nonverbal, je nach Muse. Man bekommt Lob, Aufmunterung, Anerkennung. Man ist nicht allein. Eine Muse ist das Nonplusultra an Turbo-Boost. Die Muse begleitet einen durch die tristen Stunden des Zweifelns und feiert mit einem die Momente des Glücks. Suchen Sie sich eine Muse. Glauben Sie mir.

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WETTBEWERB ist BEENDET. Danke für die zahlreiche Teilnahme. In Kürze gibt es wieder etwas zu gewinnen.

Hallo, liebe Leser,

ich verlose für Euch ein KINDLE fire Tablet. Die Teilnahme ist ganz easy. Beantworte einfach folgende Frage per Email:

»Welche Entfernungsangabe (in Kilometern) kommt im Prolog meines Romans ’’Diva Italiana’’ vor?«

Du hast das Buch noch nicht gelesen? Macht nichts, schau einfach auf amazon vorbei und klicke dort auf ’’Blick ins Buch’’, lies Dir den Prolog durch und sende Deine Antwort bis spätestens Montag, den 23. Mai 2016 an folgende Email Adresse:

peeter.cavendish{et}gmail.com Das {et} bitte durch @ ersetzen.

Zum Blick ins Buch: KLICK HIER

Jede richtige Antwort nimmt an der Verlosung Teil.

Und das gibt es zu gewinnen:
fire

Der Gewinner erhält ein brandneues KINDLE fire Tablet. Der zweite und dritte Platz bekommt eine von mir handsignierte Ausgabe meines neuen Romans.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und drücke fest die Daumen!

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

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Foto: (c) shuterstock

Zusätzlicher DATENSCHUTZ-HINWEIS: ich speichere die Mailadressen während der Dauer der Aktion nur in meinem Mailpostfach. Nach Beendigung lösche ich alle Mails der Teilnehmer. Ich versende ungefragt keinerlei Werbemails (Spam), noch gebe ich die Mailadresse an Dritte weiter. Die Gewinner werden nach Beendigung von mir per Email benachrichtigt.

Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem soeben erschienenen Roman „Diva Italiana“.

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag
auf youtube an: Leseprobe 4 im Video

Prolog

Es war fast vier Uhr morgens und ich lief noch immer in meiner Wohnung auf und ab. Ich blieb jeweils kurz an jedem Fenster stehen und schaute zu den Nachbarhäusern. Nach der langen Zeit, die ich nicht mehr schlief, kannte ich inzwischen jede Gewohnheit meiner Umgebung. In ein paar Häusern brannte, wie bei mir, die ganze Nacht Licht. Ich wusste auch, wer wann aufstehen musste, wann die Leute in ihre Badezimmer gingen und im Sommer hörte ich sogar ihre Wecker klingeln. Es war ein öder Zeitvertreib. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wann es angefangen hatte, dass ich die Nächte auf diese Art verbringen musste, nicht mehr schlafen konnte, egal was ich einnahm oder trank. Auf meinem Schreibtisch stand meine alte Schreibmaschine. Ich hatte sie wieder ausgepackt, weil mir die Idee gekommen war, ich könne vielleicht nur an einem Computer nicht mehr schreiben. Aber das war es leider nicht. Die Maschine staubte vor sich hin und nachts hatte ich manchmal das Gefühl, sie würde mich sogar höhnisch auslachen. Das waren diese Augenblicke, in denen die Müdigkeit so stark wurde, dass die Realität sich in Träume auflöste und mir Dinge vorgaukelte, von denen ich in diesen Momenten nie wusste, ob sie nur Einbildung waren oder tatsächlich passierten. Ich sah gelangweilt auf die Uhr. Bald würde der Tag anbrechen und mit der ersten Morgendämmerung würde ich mir einen Kaffee kochen und dann auch endlich zwei oder drei Stunden schlafen können. Ich ging auf die Terrasse, um eine weitere Zigarette zu rauchen. Der Frühling tat sich schwer dieses Jahr, es war unglaublich kalt. Die Luft roch noch nach Winter und ich fröstelte. Die Bäume gegenüber wiegten sich sanft im Wind und ich schloss die Augen und wünschte mir, ich könnte irgendwo anders sein, nicht hier, nicht in dieser Wohnung, nicht in diesem Leben.

Ungefähr eintausend Kilometer weiter südlich ließ sich Serena Fontana erschöpft in einen der tiefen Sessel fallen, die im VIP-Bereich des Clubs standen. Sie hatte ihren Auftritt hinter sich und jetzt begann der schöne Teil des Abends. Die übliche Clique war bereits hier und sie würden nur noch ein paar Drinks nehmen und dann noch ein wenig um die Häuser ziehen. Silvio hatte ihr versprochen, später noch dazuzustoßen und sie begann, ihn per SMS auf dem Laufenden zu halten, wo sie ab jetzt zu finden sein würde. Carmela, ihre Managerin, brachte ihr eine Flasche Wasser, die sie ignorierte, stattdessen schnappte sie sich einen weiteren Whiskey vom Tablett eines vorbeieilenden Kellners. Carmela zog missbilligend die Augenbrauen hoch, aber Serena ignorierte sie. Michele, der Manager irgendeines Labels, hatte ein wenig telefoniert und in ein paar Clubs ihr Kommen angekündigt und so begab sich die Truppe auf den Weg, um die Nacht, wie fast täglich, zu einer einzigen Party zu machen. Es war ein schnelles Leben, hektisch, anstrengend und laut. Als sie den anderen in eine der Limousinen folgte, die draußen auf sie warteten, merkte sie den kräftezehrenden Auftritt und den Alkohol danach plötzlich deutlich. Und als sie gerade im Wagen saß, kam eine Nachricht von Silvio auf ihr Handy, dass er es heute doch nicht mehr schaffen würde. Sie schloss kurz die Augen und als sich der schwere Wagen in Bewegung setzte, wünschte sie sich plötzlich, sie könnte irgendwo anders sein, nicht hier, nicht in dieser Nacht, nicht in diesem Leben.

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

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Was wäre ein Sommer ohne eine Diva?

Veröffentlicht: 7. April 2016 in Diva Italiana

Ein hoffentlich langer und aufregend schöner Sommer liegt vor uns.

Passend dazu ist mein Roman: ’’Diva Italiana – Ein Sommer in Rom’’ soeben erschienen.

Diva-Kors

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch
-> ebook

-> Der Trailer zum Buch: youtube

Auf meinem YouTube Kanal lese ich regelmäßig ein bisschen vor: YouTube-Channel

Der Klappentext:

Diva-Klappentext

Diva Italiana ist erhältlich als Taschenbuch oder als ebook für den KINDLE reader.

Diva-3D

Leseproben aus dem Roman finden Sie hier im Blog unter der Rubrik: Diva Italiana

Für laufende Informationen zu neuen Projekten folgen Sie mir bitte auf Twitter: @PeeterCavendish

DIE VERLOSUNG IST BEENDET, VIELEN DANK AN ALLE FÜRS TEILNEHMEN. DIE GEWINNER WURDEN VON MIR DIREKT BENACHRICHTIGT

Ja, es ist tatsächlich geschafft: ’’Diva Italiana – Ein Sommer in Rom’’ ist veröffentlicht!

Diva Italiana

Und zum Verkaufsstart verlose ich einen KINDLE ebook reader und signierte Ausgaben meines Romans.

Bevor ich zu den Teilnahmebedingungen komme, erfahrt Ihr hier, wo Ihr das Buch bekommen könnt:

Diva Italiana ist hier erhältlich:

-> Taschenbuch

-> ebook

-> Der Trailer: youtube

Auf meinem YouTube Kanal lese ich regelmäßig ein bisschen vor: YouTube-Channel

Die Preise für das ebook und das Taschenbuch sind zum Verkaufsstart reduziert, also greift zu und spart zusätzlich ein paar Groschen.

Zur Verlosung:

Zuerst, falls noch nicht geschehen, folge mir auf Twitter oder LIKE meine Facebook-Seite. Jeder, der dann bis einschließlich Sonntag, den 03. April, 24 Uhr, meinen Tweet auf Twitter oder meinen Beitrag auf meiner Facebook-Seite retweeted bzw. teilt, nimmt an der Verlosung teil. Wer beides macht, verdoppelt natürlich seine Gewinnchance.

Und hier findet Ihr die beiden Beiträge:

Der Tweet:
Klick zum Tweet

Der Facebook-Post:
Klick zu Facebook

Und das gibt es zu gewinnen:

Platz 1:
einen KINDLE ebook reader in Weiß, 6 Zoll Touch-Display, WLan-fähig mit 4 GB Speicher

Platz 2 und 3:
je ein Buch mit Wunsch-Signatur

Platz 4 und 5:
je ein signiertes Lesezeichen, passend zum Buch

Ich wünsche Euch allen von Herzen viel Erfolg!

P.S. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. KINDLE ist ein Markenzeichen von amazon. Das Gerät ist neu und originalverpackt und wurde nur kurz fürs Foto geöffnet

Diva Italiana – Leseprobe 3

Veröffentlicht: 8. März 2016 in Diva Italiana
Schlagwörter:, ,

Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem soeben erschienenen Roman „Diva Italiana“.

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auf youtube an: Leseprobe 3 im Video

Als ich am Morgen in meiner Wohnung angekommen war, hatte ich endlos lange geduscht und mir dann einen Kaffee gekocht, aber ich kam nicht mehr dazu, ihn zu trinken, denn ich schlief ein, als ich mich eigentlich nur ganz kurz auf die Couch setzen wollte. Als ich nach ein paar Stunden völlig benommen aufwachte, sah ich, dass Frank bereits unzählige Male versucht hatte, mich zu erreichen, und auch als ich mich langsam, unter Zuhilfenahme von mehreren Tassen Kaffee anzog, musste ich immer wieder seine Anrufe wegklicken.
Ich erinnerte mich nicht mehr, wo ich meinen Fiat abgestellt hatte, und als ich die Straßen rund ums Haus ablief, kam ich an meiner Bar vorbei und nutzte die Gelegenheit, eine Kleinigkeit zu essen. Ich zog den Besuch in die Länge, immer wieder kamen mir die Bilder aus der Nacht in den Sinn, die wundervolle Villa, der traumhafte Park, der so schön beleuchtet gewesen war, der romantisch illuminierte Pool – und dann schoben sich die Eindrücke vom Morgen davor, die Tristesse, die verschlafenen und verkaterten Gesichter, die kalte Luft des heraufbrechenden Tages, dieses traurige Schauspiel. Nachts kann alles wunderbar sein, geheimnisvoll, verwegen, voller Versprechungen, aber wenn das graue Morgenlicht auf die Szene fällt, erkennt man die geplatzten Träume; wie eine schon zu alte Hafennutte, die dir im Schutz der Dunkelheit das junge Mädchen vorgaukelt, dir Liebe zu geben verspricht und dich dann am Morgen entsetzt, wenn der Vorhang der Nacht fällt und die Realität dich wieder einholt.
Ich merkte plötzlich, dass ich versuchte, Zeit zu gewinnen, ein unbestimmtes Gefühl in mir hatte Angst davor, was Serena mir zeigen wollte. Ich hatte keine Ahnung, aber es musste etwas sein, das ihr wichtig war, und ich hatte immer ein wenig Probleme damit, wenn mir andere Menschen zu viel von sich preisgaben – ich konnte einfach nicht gut damit umgehen. Ich schüttelte den Kopf, um diese Gedanke zu verscheuchen, fand endlich den Fiat und fuhr los, schnell jetzt, um zu ihr zu kommen.

Ich hatte ihr auf der Fahrt eine SMS geschickt und als ich an ihrem Haus ankam, stand sie bereits auf der Straße und zu meiner Überraschung hatte sie Arturo dabei, der sich, seiner Kraft bewusst, voll in die Leine stemmte, um seine Muskeln spielen zu lassen.

Und nun saßen wir am Strand, außerhalb der Stadt. Es war ’’ihr’’ Strand, Serenas Platz, der Ort an den sie ging, wenn sie alleine sein wollte, wenn sie Antworten suchte oder Entscheidungen treffen musste. Der Nachmittag mit Corrado war mir sofort eingefallen, als ich an seinem Platz teilhaben durfte, in seinem Garten, seinem Refugium. Also hatten wohl alle ihren Ort, alle, außer mir.

»Peeter?« Sie fragte scheinbar schon zum zweiten Mal, ich war so in Gedanken gewesen, dass ich die Frage nicht mitbekommen hatte, und so blickte ich sie entschuldigend an und sie nahm die Sonnenbrille ab. Ihre Augen waren wieder ganz dunkel, mit leichten Nebelschleiern darin. Ich sah sie ganz intensiv an, verlor mich in diesem Blick. Ich konnte nicht anders, wollte eigentlich etwas sagen, aber alles in mir war plötzlich weg, ich konnte einfach nur in diese Augen blicken und den Atem anhalten, die Welt stoppen, was auch immer. Sie ließ ihre Hand sinken, in der sie die Brille hielt und ich merkte verblüfft, dass sie etwas zitterte.
»Serena, ich …«, ich musste schlucken und setzte nochmals an: »Serena, ich, ich …« Es ging nicht, ich brachte kein Wort heraus, ihr bezaubernder Mund, den sonst immer dieses leicht amüsierte Lächeln umspielte, ihre vollen Lippen, sie war so nah vor meinem Gesicht und ich beugte mich zu ihr, ganz langsam, wie in Zeitlupe, und als ich merkte, dass sie nicht zurückwich, sondern mir sogar entgegenkam, fing mein Herz an zu rasen und als ich ihre Lippen mit meinen berührte, blieb mir die Luft weg und mein Körper injizierte mir eine gewaltige Ladung Adrenalin. Sie schmeckte wunderbar, die Luft am Meer hatte einen leichten Salzfilm aufgetragen und ihr Mund war weich und warm und ihre Zunge glatt und wir spielten miteinander. Sie hatte ihre Arme um mich geschlungen und plötzlich zog sie sich etwas zurück und vergrub ihren Kopf dann an meinem Hals. Ich wusste nicht, ob sie weinte oder lachte, oder ob ich etwas falsch gemacht hatte, und so saßen wir bewegungslos und die Zeit stand still und mein Magen krampfte sich immer wieder zusammen, weil ich auf einmal so einen tiefen Schmerz in mir fühlte, der mich fast zerriss.

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Diva Italiana – Leseprobe 2

Veröffentlicht: 27. Februar 2016 in Diva Italiana
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Auch heute wieder eine kleine Leseprobe aus meinem Anfang März erscheinenden Roman „Diva Italiana“.

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3.

Ich stand gefühlt seit Stunden auf dem Balkon der Wohnung und blickte fasziniert auf Rom. Dieses Häusermeer, Dächer, Dachgärten, antike Bauwerke, all das erschlug mich fast, so schön war der Anblick. Ich hätte mir eine Flasche Wein gewünscht, um das alles noch mehr zu genießen, aber noch gab es weder Getränke hier oder gar etwas zu essen.
Das Gespräch mit Frank war kurz gewesen, er wollte noch heute zurück nach Frankfurt fliegen, wegen irgendwelcher wichtiger Termine. In Wirklichkeit graute ihm nur davor, den Abend mit mir in einem Restaurant verbringen zu müssen, weil er genau wusste, dass ich irgendwann wieder mit der alten Geschichte anfangen würde, von Monika, von unserer Scheidung und vielem mehr.
So war seine Ansage kurz und knapp gewesen. Es sei meine letzte Chance, den Vertrag mit dem Verlag nicht zu verlieren. »Schreib einen Liebesroman, zieh alle Register, verstehst du? Keine Dramen, nichts Trauriges, nur Zuckerwatte, rosarote Brillen und Himmel voller Geigen, klar?«
Es widerte mich an, nur daran zu denken, so einen Schwachsinn zu schreiben, aber ich hatte nur genickt und versprochen, genau das zu tun.
Der Alte, der uns hereingelassen hatte, war der Hausmeister, Corrado Salerno, der mit seiner Frau das Erdgeschoss bewohnte. Er hatte mir die kleine Wohnung in einer Ausführlichkeit präsentiert, wie es nur Italiener mit sehr viel Zeit und Liebe können. Frank war fast verrückt geworden dabei und mittendrin einfach abgerauscht. Corrado war ein Original. Er hatte sein Leben lang nichts anderes gemacht, als sich um das Haus und seine Bewohner zu kümmern. Ich mochte Menschen wie ihn, die im Gegensatz zu mir eine Beständigkeit für sich gefunden hatten, die ihnen die Ruhe gab, Dinge und Situationen entspannt und gelassen anzugehen. Einen Moment hatte er seinen Redefluss unterbrochen und mich prüfend angesehen. Recht kurz nur, aber mir war klar, dass ihm diese paar Sekunden genügt hatten, um alles über mich zu wissen.

Die Wohnung war schön, anders als ich es erwartet hatte. Ich war auf ein dreckiges Loch gefasst gewesen, mit Blick in einen Hinterhof und Mülltonnen, aber sie lag ganz oben, war hell und die Dachschrägen gaben ihr eine ganz besonders gemütliche Note. Das Schlafzimmer war klein, ein Bett, eine Kommode, der Kleiderschrank war in die Diele ausgewichen, aber das war in Ordnung. Das Wohnzimmer war dagegen fast schon riesig, bestimmt knapp fünfzig Quadratmeter, mit einer kleinen Küchenzeile und einer Wand, die nur aus Glas bestand und in der auch die Terrassentüre war, die auf den Balkon führte.

Obwohl ich nicht vorhatte zu schreiben, egal was Frank oder der Verlag von mir erwarteten, zog mich der Schreibtisch magisch an. Er war alt, aus massivem Holz, die Tischplatte war voller Kerben und verkratzt. Links und rechts gab es einige Schubladen und der Stuhl davor war ein Wallstreet-Klassiker. Ein Chefsessel aus Holz, mit einer Bespannung aus dunklem roten Leder. Ich strich über die Tischplatte, befühlte die lederne Sitzfläche, zog die Schubladen auf und schließlich setzte ich mich. Ich konnte über die niedrige Brüstung des Balkons weiterhin die Dächer sehen, und probeweise tippte ich auf einer imaginären Schreibmaschine und rief mich dann zur Ordnung. Ich würde nicht schreiben. Ich würde nie mehr schreiben. Ich konnte es nicht, so oft ich es auch versucht hatte, ich konnte seit der endgültigen Trennung von Monika keinen ganzen Satz mehr zu Papier bringen – nur ahnte das außer mir bis jetzt noch niemand.

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Heute gibt es eine kleine Leseprobe aus meinem in wenigen Wochen erscheinenden Roman „Diva Italiana“. Die Passage ist aus dem ersten Drittel des Buchs, Peeter, der seit Tagen versucht, seinem Hausmeister auszuweichen, läuft ihm schließlich doch in die Arme:

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Um Corrados Essenseinladung bei ihm und seiner Frau Agatina zu entgehen, schlich ich mich jedesmal wie ein Dieb aus dem Haus, immer auf dem Sprung, einer Begegnung auszuweichen. Die Nächte verbrachte ich wie immer schlaflos, lief in der Wohnung auf und ab, die vom Mondlicht erleuchtet war, und hing meinen Grübeleien nach.

Aber Corrado war nicht dumm. Es dauerte nicht lange, da fing er mich ab, als ich gerade aus dem Supermarkt kam. Ich versuchte, die Tüte mit dem Wein so gut es ging hinter meinem Rücken zu verstecken und er tat so, als würde er sie nicht bemerken.
„Ah, Signor Cavendish, wie geht es Ihnen hier bei uns? Brauchen Sie etwas, alles in Ordnung?“
„Ja, ja, alles bestens“, murmelte ich, und hoffte, dass der Lift endlich käme und mich nach oben entführen würde, aus seiner Reichweite, weg von diesem Gespräch.
„Ich weiß, Sie sind sehr beschäftigt. Aber, ich möchte Ihnen kurz etwas zeigen. Nur eine Minute, ja? Kommen Sie, bitte.“
Damit drehte er sich um und marschierte auf den Hinterausgang zu. Es war klar, dass ich ihm folgen musste und so warf ich einen letzten Blick auf den Fahrstuhl, der immer noch irgendwo zwischen den Stockwerken unterwegs war und ging ihm hinterher.
Ich hatte den Hinterausgang schon gesehen, aber ich war nie dort gewesen, und als ich nach ihm durch die Türe trat, blieb ich verblüfft stehen. Ich hatte gedacht, hinter dem Haus stünden vielleicht ein paar Mülltonnen oder Fahrräder und dann käme schon das nächste Grundstück. Aber nein, hier war ein Garten, fast schon ein kleiner Park, wunderschön, mit hohen Bäumen, einer Bank zum Ausruhen und einer Blumenpracht, wie ich sie hier nie vermutet hätte. Er bemerkte meine Verblüffung, lächelte vor sich hin und machte eine auffordernde Geste mit der Hand, ihm weiter zu folgen. Ein Zaun trennte einen Teil des Gartens vom Rest und er öffnete ein Türchen.
Dieser Teil war nicht zu sehen gewesen, eine hohe Hecke und einige Sträucher hatten den Blick verwehrt, und jetzt standen wir in einer wahren Oase. Inmitten der Wiese war ein Bereich mit weißem Kies aufgeschüttet worden, ein Baum spendete genau diesem Platz Schatten und ein Tisch mit ein paar Stühlen darum sah aus, wie direkt aus einem Schlossgarten entführt. Es war ein alter Tisch, aus Eisen, wunderschön geschmiedet, mit den passenden Stühlen dazu. Am Rand stand ein kleines Gartenhäuschen, ebenfalls alt, aber sehr gepflegt. Seine Türe war offen und ich konnte auch darin eine Sitzgelegenheit erkennen und zu meiner Verwunderung einen Kühlschrank.
Corrado lächelte noch immer und wedelte dann wieder mit der Hand: „Setzen Sie sich, Signor Cavendish, setzen Sie sich. Ich hole uns etwas zu trinken.“
Damit verschwand er kurz in dem Häuschen und jetzt wurde mir auch der Sinn des Kühlschranks klar, denn darin hatte er eine Karaffe, frisch gefüllt mit Weißwein. Entweder hatte er die für sich selbst bereitet, um hier einen entspannten Abend zu verbringen, oder aber er hatte vorgehabt, mich abzufangen und war sicher gewesen, das auch zu schaffen.

5.

Eine Weile saßen wir uns schweigend gegenüber, nippten an seinem Wein, der unglaublich war, und ließen die Magie dieses Ortes auf uns wirken.
„Hier bin ich oft“, durchbrach er schließlich die Stille. „Hier kann ich nachdenken, zur Ruhe kommen, mir Sachen überlegen, verstehen Sie?“
Ich nickte, setzte an, etwas zu erwidern, aber dann nickte ich nur nochmals. Er sah mich wieder mit diesem Blick an, dem gleichen, den er mir am ersten Tag zugeworfen hatte, und mir damals schon klar gewesen war, dass ihm ein solcher Blick genügte, um zu wissen, was in einem Menschen vorgeht.
Er schenkte mir nach, zündete sich dann umständlich eine Zigarette an und sprach wieder: „Jeder Mensch braucht einen solchen Platz, einen Ort, an den er gehen kann, um sich klar zu werden, um nachzudenken. Wo ist ihr Platz dafür, Signor Cavendish?“
Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht mir so einer direkten Frage. Ich schluckte mehrmals, sah ihn dann voll an. Ich hatte plötzlich einen Kloß im Hals. „Ich habe so einen Platz noch nicht gefunden.“
Er nickte, blickte dem Rauch seiner Zigarette nach, lächelte wieder: „Jeder braucht so einen Platz. Sie müssen Ihren finden.“ Wir schwiegen eine Weile, dann setzte er noch nach: „Rom ist ein guter Ort dafür, auch wenn Sie sich hier noch nicht wohl fühlen, glauben Sie mir, die Stadt ist gut für Sie.“

„Diva Italiana“ ist wie ein eisgekühlter Drink, den man auf einer römischen Piazza in einer heißen Sommernacht genießt. Ab und zu ein bisschen schmutzig, oft laut und schnell, aber immer auch romantisch und einfühlsam, erlebt der Leser zwei Charaktere, die erst wieder lernen müssen, auf ihre Herzen zu hören.

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Diva Italiana – Der Klappentext

Veröffentlicht: 27. Januar 2016 in Diva Italiana
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In ein paar Wochen ist es soweit, mein neuer Roman „Diva Italiana“ geht in die Veröffentlichung.
Ich werde hier ein paar Leseproben posten, damit sich der geneigte Leser vorab ein Bild machen kann.

Los gehts heute mit dem Klappentext. Viel Vergnügen!

Falls Sie lieber gucken, als hier zu lesen, schauen Sie sich den Beitrag zum Klappentext
auf youtube an: Der Klappentext im Video

Das Buch:

Peeter Cavendish, erfolgreicher Autor, aber gescheitert in seiner Beziehung, hat seinen Verlag mit einem zynischen Buch über die Liebe im Allgemeinen und Beziehungen im Besonderen verärgert und steht kurz vor dem Rausschmiss. Sein Agent zieht die Notbremse und schickt ihn für einen Sommer nach Rom. Dort soll er einen neuen Bestseller schreiben und so an alte Erfolge anknüpfen. Widerwillig bezieht er dort eine Wohnung und läßt sich zunächst lustlos treiben, ohne jeden Plan, wie er die drei Monate überstehen soll.

Serena Fontana ist Italiens erfolgreichster Popstar der letzten Jahre. Noch jung feiert sie eine Auszeichnung nach der anderen. Ausgenutzt von Produzenten und immer wieder auf Männer hereingefallen, die sich nur mit dem Star schmücken wollen oder ein aufregendes Abenteuer neben ihrer Ehe suchen, hat sie die Nase voll von jeder Art Bindung.

Eine Unwetternacht in Rom führt die beiden zufällig zusammen. Schnell wird klar, dass sie sich einerseits sehr anziehend finden, andererseits auf keinen Fall bereit sind, sich erneut in Gefahr zu begeben, verletzt zu werden.
Peeter hat drei Monate Zeit, sein Buch fertigzustellen, Serena wird in drei Monaten auf eine Tournee gehen. Und so treffen die beiden eine Vereinbarung, den Sommer gemeinsam zu verbringen, ohne Liebe, ohne tiefe Gefühle, ohne Bindung.
Beide lassen sich fallen in einen heißen römischen Sommer, keine Party, die sie versäumen, kein Exzess, dem sie sich nicht hingeben. Er, der intellektuelle Trinker, sie die zickige Pop-Diva, erobern jedes Event und ergreifen jede Gelegenheit, die Erinnerungen an die Vergangenheit zu verdrängen, ob auf einer Yacht eines Freundes vor Capri oder auf der Privatinsel eines bekannten Politikers, oder in den Clubs der ewigen Stadt.
Doch während beide sich immer noch versichern, wie gut es ihnen damit geht, keine Gefühle mehr für jemanden zu haben, spannt Amor bereits lachend den ersten Pfeil in seinen Bogen. Als das Ende des Sommers naht, wird sich zeigen, ob es möglich ist, die getroffene Vereinbarung zu erfüllen.

„Diva Italiana“ ist wie ein eisgekühlter Drink, den man auf einer römischen Piazza in einer heißen Sommernacht genießt. Ab und zu ein bisschen schmutzig, oft laut und schnell, aber immer auch romantisch und einfühlsam, erlebt der Leser zwei Charaktere, die erst wieder lernen müssen, auf ihre Herzen zu hören.

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Business-Date

Veröffentlicht: 11. Januar 2016 in breathless

Wir saßen auf der Couch in ihrer neuen Wohnung und tranken Rotwein. Sie wirkte leicht verunsichert, ich merkte es an Kleinigkeiten, den Händen, die immer etwas zu hastig nach dem Glas griffen, wie man es macht, wenn man Angst hat, man könnte sonst etwas verschütten, weil man ein wenig zittert, ganz leicht nur, aber das Adrenalin im Blut läßt sie einen nicht ganz stillhalten. Die Couch war groß, und trotzdem hatte sie gut Platz in ihrem Schlafzimmer. Außer diesem Raum und dem Kinderzimmer war die Wohnung noch nicht ganz fertig eingerichtet, und ich fand den Platz gut, hier, in ihrer Nähe, nicht auf verschiedene Sessel verteilt, wie wir uns sonst vielleicht im Wohnzimmer hätten setzen müssen.

„Ich habe so etwas noch nie gemacht, wissen Sie“, damit schaute sie mich leicht verlegen an.
„Was haben Sie noch nie gemacht? Wein auf einer Couch mit einem Mann getrunken?“
„Nein, naja, ich … wir kennen uns ja kaum. Dass ich Sie eingeladen habe, zu mir … und dafür sorge, dass wir alleine sind, das meine ich.“ Sie wurde leicht rot dabei, was bezaubernd aussah.
Ich sah sie lange an. Sie hatte wie bei den wenigen Malen, die wir uns bisher getroffen hatten – immer geschäftlich – ganz unauffällige Kleidung an. Eine schlichte Bluse, einen Rock, die Strümpfe neutral, ihre Haare offen. Sie war hübsch, sehr sogar, aber man musste zweimal hinsehen, denn auf den ersten Blick war sie einfach unauffällig, so, als wollte sie nicht auffallen, um keinen Preis auffallen.
„Dann bin ich froh, dass Sie es diesmal gemacht haben, wirklich, ich bin froh, hier zu sein.“
Jetzt sah sie mich lange an. „Ich weiß nicht, warum ich es getan habe. Ich habe keine Übung in solchen Sachen.“ Wieder wurde sie etwas rot.
Ich zuckte mit den Schultern. „Weiß ihr Freund, dass ich heute hier bin?“
Sie blickte verlegen nach unten, schluckte ein paar Mal und sagte dann, ganz leise, während sie den Kopf schüttelte: „Nein. Er weiß es nicht.“
Die Kerze auf dem kleinen Tisch neben der Couch flackerte leicht und warf Schatten in ihr Gesicht und machte es noch hübscher. Ich wusste plötzlich, warum sie es getan hatte, warum sie dieses Date, das offiziell gar keines war, arrangiert hatte, warum sie mich eingeladen hatte. Wieder sah ich sie lange an, dann nahm ich ihr das Glas, das sie nervös in den Händen drehte, ab und stellte es weg.
Sie sah überrascht auf, fast ein wenig ängstlich und ich beugte mich vor und vergrub mein Gesicht an ihrem Hals. Dort flüsterte ich in ihr Ohr: “Vielleicht wollten Sie einfach wissen, wie sich das anfühlt, so etwas zu tun. Etwas Verbotenes zu tun …“, dabei biß ich sanft in ihren Hals, immer wieder an anderen Stellen und ich konnte hören, wie ihr Atem schneller ging. „Und vielleicht“, flüsterte ich weiter, „wollten Sie wissen, wie sich Lippen anfühlen, Lippen, die man nicht kennt, die neu sind“. Damit bewegte ich meinen Mund vor ihren, küsste sie ganz kurz, während sie ihren Mund geschlossen hielt, spielte mit meiner Zunge an ihren Lippen, wurde etwas fordernder und schließlich öffnete sie sich und unsere Zungen erforschten einander. Ihre Wangen waren wieder ganz rot und ich fuhr mit meiner Zunge ihren Hals hinab, spielte an ihrer Ohrmuschel damit herum, biss wieder sanft zu und flüsterte: „Vielleicht wollen Sie einfach endlich einmal das tun, was Sie sich sonst nie getraut haben. Vielleicht wollen Sie wissen wie es ist, wenn ein Mann verrückt nach Ihnen wird, sie haben will.“ Sie stöhnte kurz auf und ich begann ihre Bluse aufzuknöpfen. Sie trug einen teuren Spitzen-BH, sehr aufwändiges Teil, aber es interessierte mich nicht, ich hakte ihn auf und warf ihn achtlos auf den Boden. Ihre Nippel schossen steif aufgerichtet aus dem Stoff und ich umspielte sie mit meiner Zunge, saugte ein wenig daran und küsste sie abwechselnd zwischen ihren Brüsten und am Hals. Ihr Atem ging noch schneller und ich flüsterte weiter: „Wie war es, heute Nachmittag, als Sie den schönen BH für mich ausgewählt haben? Als Sie sich eine Närrin schalten, weil Sie fast sicher waren, es würde nichts passieren. Als Sie dachten, es würde bei einem Glas Wein und ein bisschen Träumen danach bleiben? War es so, ja?“ Sie nickte leicht, schluckte schwer und setzte an: „Bitte, ich … ich wir dürfen das nicht …“.
Ich sah ihr in die Augen, dann nahm ich ihr Gesicht in beide Hände und bedeckte es mit Küssen. „Du meinst, Du darfst das nicht? Du darfst nicht das böse Mädchen sein. Das sich nimmt, was es will? Glaub mir, Du darfst. Damit küsste ich sie wieder, wanderte nach unten, vorbei an ihren Brüsten, an ihrem Bauchnabel, befreite sie von ihrem Rock und als ich ihr den Slip herunterzog, das winzige Stück Stoff, merkte ich, dass er bereits klatsch nass war. Sie griff nach meinem Kopf, wollte mich wegziehen, von ihrem Schoss, wie Frauen das oft versuchen, wenn sie noch nicht oft auf diese Weise verwöhnt worden sind, es ihnen peinlich ist, ihnen tausend Gedanken durch den Kopf gehen, ob sie auch sauber genug dazu sind, es ihnen unangenehm ist, das man ihnen gleich so nah sein wird, alles sieht. Aber ich gab nicht nach, ich küsste die Innenseiten ihrer Schenkel, war ganz benommen, so sehr erregte sie mich, so sehr erregte mich ihr Duft, der aus ihrem Schoss aufstieg und ich konnte nicht länger warten und schob meine Zunge ganz tief in ihre Spalte, spielte an ihren Lippen, umkreiste mit meiner Zungenspitze ihren Kitzler, der ganz hart war und konnte nicht genug von ihr kriegen. Sie hatte alle Hemmungen aufgegeben, sie schob mir gierig ihr Becken entgegen, stöhnte und krallte sich mit ihren Fingern in meinen Haaren fest. Sie kam mehrmals, ich merkte es daran, wie sie sich aufbäumte, ihr Griff in meinen Haaren noch fester wurde, wie sie schrie und wie jedesmal noch mehr ihrer Nässe aus ihr lief und mein Gesicht benetzte. Ich richtete mich auf, riss mir die Kleider vom Körper und sie zog mich an sich.
Jetzt war sie es, die in mein Ohr flüsterte: „Das hat noch nie ein Mann mit mir gemacht, ich habe so was nicht erlebt. Das war so …“, sie verstummte und in ihren Augen glitzerten Tränen. Ich küsste sie weg und sie sprach weiter: „Bisher war das für mich immer eher eine Last, ich hatte nie so recht Spaß daran, es war ab und zu ganz schön, wegen der Nähe, aber nie hat sich ein Mann um mich gekümmert.“ Ich sah sie fassungslos an. Sie fing meinen Blick auf: „Mein Mann hatte immer Freundinnen, und mein jetziger Freund … nach meiner Scheidung … wir kannten uns lange, wir gingen fast ein halbes Jahr aus, bevor irgendwas lief. Und irgendwann dachte ich, das liegt eben an mir, dass mich Männer eben nicht anziehend finden.“
Ich strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht: „Und dafür hast Du das heute gemacht. Damit Du weißt, dass das Unsinn ist. Genau dafür. Man muss nicht monatelang mit Dir ausgehen, bevor man Dich will. Ich wollte Dich schon beim ersten Mal, als wir uns trafen. Und jetzt will ich, dass Du das siehst.“ Sie sah mich fragend an und ich schob meinen Penis in sie. Er glitt so mühelos in sie hinein, dass sie mich fast überrascht ansah. Ich platzte gleich und begann mich keuchend in ihr zu bewegen. Auch ihr Atem wurde wieder schneller und ich vergrub wieder mein Gesicht an ihrem Hals und flüsterte: „Dafür hast Du es gemacht. Damit Du siehst, wie wahnsinnig Du einen Mann machen kannst, dafür, dass Du ihm in die Augen sehen kannst, während er in Dir ist, dass Du siehst, wie er fast verrückt wird vor Lust, dass Du siehst, wie sehr er Dich will, dass er für nichts auf der Welt damit aufhören würde, seinen harten Schwanz in Dir zu haben. Dafür, dass Du erlebst, was es heißt, einfach zu ficken, nicht sich zu lieben, Sex zu haben, sondern hemmungslos zu ficken. Schau es Dir an, und sag es, sag, dass ich Dich ficken soll, sag es, sei ein böses Mädchen, los.“ Damit richtete ich mich etwas auf, sah sie an und sie erwiderte den Blick. Ich stieß in sie, ich schwitzte, ich war so geil, dass ich kaum mehr denken konnte und sie sah mich an, genoss es, zu sehen wie sehr ich sie wollte, genoss es, zu sehen, dass es stimmte, dass sie die Oberhand hatte, dass ich alles getan hätte in diesem Moment, nur um in ihr zu bleiben und plötzlich funkelten ihre Augen und sie sah mich an und lächelte und stöhnte und plötzlich brach es aus ihr heraus: „Ja, los, fick mich, hör nicht auf, fick mich immer weiter“, und sie stöhnte wieder wie vorher und warf sich hin und her und wir keuchten und schließlich, kurz bevor ich kam, zog ich mich aus ihr zurück und kniete mich hin und nahm meinen Schwanz in die Hand und ergoss mich über sie und ihre Brüste und ihren Bauch und ihre Wange, überall landete eine Ladung Samen nach der anderen und irgendwann konnte ich nicht mehr und ließ mich auf sie sinken und hauchte: „Und dafür hast Du es gemacht, dass Du siehst, wie wundervoll Du bist und wie stark und dass Du es bist, die es wert ist.“ Und ich drückte mich an sie und sie schloß mich in die Arme und hielt mich ganz fest und während ich immer noch kaum Luft bekam und mein Körper immer wieder zuckte, wiegte sie mich hin und her und küsste mich ab und zu – und so lagen wir eine ganze Weile bis es draußen langsam hell wurde und der Tag sich begann ins Zimmer zu drängen.

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